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Grossbasler Innerstadt

Safran Zunft

Fisch statt Fleisch

Nicht hinter jeder Fassade verbirgt sich ein derart interessantes Restaurant wie an der Gerbergasse 11. Hinter jedem erfolgreichen Restaurant steht aber ein motiviertes Team. Wie in der «Safran Zunft». Das geniessen wir in vollen Zügen. Yolande heisst unser Sonnenschein, eine wirblige Elsässerin mit sympathischem Dialekt, die ebenso geschickt eine Seezunge zu filetieren wie eine Flasche Champagne Nicolas Feuillatte zu öffnen weiss (Fr. 15.50/dl, Fr. 95.– die Flasche). Immer ist sie zur Stelle, wenn sich das Bedürfnis ergibt, nie ohne ein Lächeln.
Auf einer Schiefertafel im Eingang sind die Tagesspezialitäten notiert: Nüsslisalat mit Pfifferlingen (Fr. 15.–), Leberli an Madeirasauce mit Rösti (Fr. 28.–), Hirschburger (Fr. 27.–), Geschnetzeltes vom Reh mit Spätzli (Fr. 29.–), Moules marinières (Fr. 29.–) und Coupe Nesselrode (Fr. 12.50). Wir surfen ein bisschen durch die gereichte Speisekarte und entdecken lauter Gerichte, die wir gerne bestellen würden. Thunfisch-Avocado-Tatar. Gegrillter Pulpo auf Hummus mit Fenchel-Orangen-Salat. Geschmorte Kalbskopf-Bäggli. Das Fondue Bacchus, 14 Kalbfleischspiesse mit Pommes frites oder Reis (ab 2 Personen, Fr. 44.– pro Person, jeder zusätzliche Spiess plus Fr. 3.–).
Wir geniessen nach zwei sehr gelungenen Vorspeisen – einmal Carpaccio von verschiedenfarbigen Randen mit Geissenkäse und caramelisierten Cashew-Nüssen und einem luftigen Schaum von Berghonig (Fr. 17.–), einmal Carpaccio vom Hirsch mit Rüebli-Birnen-Brunoise (Fr. 19.–) – keinen der Fleischklassiker des Hauses (Chateaubriand, am Tisch tranchiert), sondern Fisch. Zu einem feinen Chablis Fourchaume 2014 von Bouchard Père et Fils (Fr. 10.–/dl, Fr. 65.– die Flasche). Zwei Tranchen vom mit Miso glacierten Kabeljau, die auf Pak-Choi-Gemüse mit Dill und kleinen Rüeblikugeln liegen, daneben grosse Kartoffelchips und Venere-Reis à part. Die Seezunge vom Grill, am Tisch filetiert, wird von einer mit Kapern versetzten Nussbutter beträufelt und ist von Petersilienkartoffeln und Blattspinat begleitet. Sehr klassisch, sehr gut. Wer danach noch Süsses geniessen möchte: Probieren Sie die Apfel-Tartelette mit Madagaskar-Vanille-Glace! wm

Gerbergasse 11, 4001 Basel
mo–sa 10–24 Uhr (Küche 11.30–14 & 18–22.30 Uhr), so geschlossen sowie 23. Juli bis 5. August
HG Fr. 24–55
Basler Institutionen: Rang 3