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Basel

Perron

Reh-Burger

Das frühere «Buffet» heisst jetzt «Perron». Damit ist neues Leben eingekehrt im ehemaligen Bahnhofgebäude St. Johann. Draussen sowieso unter den Sonnenschirmen im Sommer. Aber auch drinnen in den grossartigen Räumlichkeiten. An der Bar mit Lounge oder an den quadratischen Tischen im leicht erhöhten Teil, dem eigentlichen Restaurant, mit bunt gesprenkeltem Holzboden – wir vermuten, dass der aus einer Schulhaus-Turnhalle stammt. Das gedämpfte Licht und die gestreiften Tapeten sorgen für ein besonderes, angenehmes Ambiente. Man setzt sich hier ausgesprochen gerne hin.
Die Weinkarte gefällt auf den ersten Blick, sie ist ganz auf Frankreich ausgerichtet. Die Bedienung ist nett und präsent, geht es ums Bestellen oder Bezahlen, aber nie aufdringlich. Die Abendkarte besteht aus einer eng beschriebenen Seite. Markbein mit Kräutermayonnaise sehen wir bei den Vorspeisen, eine Hokkaidokürbissuppe mit Saibling, Ingwer und Orange, auch eine knusprige Gemüserolle. Rinds-Onglet mit Haselnuss-Schupfnudeln und Wolfsbarsch mit Linsen bei den Hauptgängen. Hausgemachte Glacen bei den Desserts, auch Schweizer Bergkäse mit Pfeffer-Zwetschgen-Coulis und Salzmandeln wäre zu haben. Sehr empfehlenswert ist das mit einem Eigelb gekrönte, von Hand grob geschnittene Rindstatar (Fr. 21.–) oder der «Mac Perron» mit gezupftem Rehfleisch von der Keule, mit Baselbieter Trüffel über den Pommes frites, mit Rotkraut und Quinoa-Brötchen (Fr. 37.–). Etwas weniger gut gefallen hat uns das nicht eben zarte Gesottene mit breitem Fettrand in der Bouillon mit Gemüsen und Kartoffeln. Aber wie erwähnt: die Weinkarte ist besonders und bietet viele Möglichkeiten. Mas de Daumas Gassac rouge 2015 (Fr. 72.–), Côtes du Rhône Village Les Garrigues 2013 (Fr. 68.–), Châteauneuf-du-Pape 2013 von Guigal (Fr. 86.–), Château Labégorce 2010 (Fr. 75.–) oder Château Phélan Ségur 2007 aus dem Bordelais. Um nur einige Rotweine zu erwähnen.
Mittags werden im «Perron» jeweils zwei abwechslungsreiche Menüs serviert. Ein Wildschweinragout mit Nudeln und Erbsli oder eine Gemüselasagne mit Wirsing, Haselnüssen und Rosinen. Eine Lachsforelle mit Reis, Spinat und Mandelspänen oder ein Weissweinrisotto mit Rosenkohl oder Dörraprikosen. Wer nur an der Bar etwas Kleines möchte, kann sich etwas Ibérico-Schinken und Käse bestellen, eine Rauchforellen-Apfel-Meerrettich-Stulle oder Fish’n’Chips. wm

Vogesenplatz 1, 4056 Basel
mo–do 11–24, fr 11–02, sa 17–02, so 17–2 Uhr (Küche 11.45–14 & 18.30–22 Uhr), sa-mittag & so-mittag geschlossen, so-abend im Winter sowie Weihnachten/Neujahr
HG Fr. 28–41
Basler Trendsetter: Rang 3