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Bahnhof, St. Alban, Breite

Oliv

Mediterranes Basel

Es gibt im gastronomischen Angebot Basels die typischen Italiener, es gibt Tapas-Bars, es gibt Adressen, wo mit Hingabe die französische Küche gepflegt wird, und es gibt das «Oliv», welches sich nach eigener Deklaration der leichten, mediterranen Küche verschrieben hat. Das Lokal selber ist zwar eher etwas kühl und zurückhaltend – vielleicht ist das mit dem «leichten» gemeint –, aber im Zeitalter der Erlebnisgastronomie, wo alle Sinne ge- und manchmal überfordert werden, eine angenehme Ausnahme. Ausserdem hat das «Oliv» ausser zwei bis drei kleinen Tischchen keinen Aussenbereich, ist aber drinnen leicht und angenehm klimatisiert. Das kann im Sommer oder bei geschäftlichen Essen eine willkommene Abwechslung sein. Ausserdem werden Gäste, welche sich neben dem Kulinarischem auch dem Geschäftlichen widmen wollen, schätzen, dass die Tische weit auseinander stehen und es nicht wie in einem Bahnhofbuffet zu und her geht.
Wir waren an einem Abend Anfang September zu Gast, nach einem Gewitter war es jedoch bereits etwas kühler, und der Herbst kündigte sich langsam an. Neben der Speisekarte bekamen wir auch eine kleine Schiefertafel mit den aktuellen Empfehlungen präsentiert. Dazu haben wir uns ein Glas weissen Merlot La Contrada von Brivio aus Mendrisio (Fr. 7.50) gegönnt und dann sogleich die Flexibilität der Küche getestet. Die auf der Schiefertafel angepriesenen Kalbsmilken haben wir uns als Hauptgang gewünscht. Und die feinen Tagliolini mit pochierten Eiern, Pilzen, Sommergemüse und einem Parmesanschaum (Fr. 21.–), welche als vegetarischer Hauptgang gedacht waren, als Vorspeise bestellt. Der sehr freundliche und aufmerksame Service hatte selbstverständlich überhaupt keine Bedenken, uns unsere Wünsche zu erfüllen. Die sehr delikaten Kalbsmilken kamen auf einem Bett aus grünen Bohnen und caramelisierten Stiften vom Kohlräbchen und sehr feinen und knusprigen, selbstgemachten Pommes-Chips (Fr. 45.–). Des Weiteren haben wir ein perfekt im Ofen zubereitetes Wolfsbarschfilet auf einem Beet von Blattspinat und einem erfrischenden Zitronen-Kartoffel-Püree (Fr. 42.–) genossen. Dazu passte eine Flasche Pinot grigio von Alois Lageder (Fr. 51.–) aus Südtirol.
Dem hausgemachten Zitronenkuchen (Fr. 21.–) konnten wir nicht widerstehen, obschon wir eigentlich keinen Hunger mehr hatten. Aber mit zwei Gabeln bewaffnet, haben wir uns über diesen süssen Abschluss dennoch sehr gerne hergemacht. Draussen hat es nochmals ein bisschen zu regnen begonnen. Wir hatten also gar keine Eile, den gemütlichen Abend schon zu beenden, und liessen uns noch einen dominikanischen Ron Barceló (Fr. 15.–) munden. tw

Bachlettenstrasse 1, 4054 Basel
Di-Fr 11:30 Uhr-14:30 Uhr, 18:30 Uhr- 23:30 Uhr, Sa 18:30 Uhr-23:30 Uhr
Dienstleistungen:
  • Terrasse/Garten
  • Mittags-menü
  • Vegetarische Gerichte
HG ab 21 CHF