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Region Basel

Martin

Alles wird möglich gemacht

Für Feinschmecker gilt das traditionsreiche Haus in Flüh als eine der allerersten Basler Adressen. Weil hier die beste, alte Art der gehobenen Gastronomie gepflegt, man klassisch verwöhnt wird.
Mit dem Auto ist das Restaurant «Martin» gut zu erreichen, ebenso mit dem öffentlichen Verkehr – aber wie man auch herkommt, hier möchte man bleiben, länger verweilen. Wir trinken offenen Pouilly-Fuissé als Aperitif, brechen Stück um Stück vom feinen Baguette-Brötchen ab, freuen uns über die gelungene kleine Aufmerksamkeit der Küche, einen Mini-Burger auf Risotto mit dunkler, kräftiger Sauce. Manfred Möller zeigt gleich mit dem ersten Teller, wo es im «Martin» langgeht. Seine Speisekarte – «das sind nur Vorschläge» – bringt selbst verwöhnte Gaumen in Verlegenheit. Kein einziges Gericht sehen wir, das man nicht mit Freude bestellen würde. Möllers Frau Claudia, die mit natürlicher Freundlichkeit die Gäste bedient und bei fröhlicher Laune hält, weist auf einige Spezialitäten hin, damit man die keinesfalls übersieht. Die Miesmuscheln im Weissweinsud etwa. Oder das Duo von Kalbsfilet und Kalbsschwanz, wobei man selbstverständich auch nur das eine oder andere bestellen könne. Bei den Möllers scheint nichts unmöglich zu sein. Bei den Rotweinen sehen wir den Spätburgunder Schlatter SW 2009 von Martin Wassmer – im Offenausschank! In Basel warten offensichtlich die grossen deutschen Spätburgunder noch darauf, entdeckt zu werden. Aber die Weinkarte ist im «Martin» ohnehin eine Geschichte für sich. Zum Essen. Bei einem Randencarpaccio mit knackigem Salätchen und gebratener südafrikanischer Langoustine sorgt etwas Passionsfrucht für das besondere Extra, bei den Froschschenkeln à la provençale hält niemand am Tisch zurück, alle langen zu. Bei der gefüllten Wachtel auf einem Linsenragout sorgt gebratener Speck für eine spezielle Note, phantastisch ist die à part in Vierteln servierte, knusprige, nicht zu dicke Rösti. Die Sellerie-Cannelloni, welche Steinpilze und das Kalb (Filet und Schwanz) begleiten, sind ein Gedicht. Der Käse vom Wagen oder die mit Zwetschgen gefüllten Quarkknödel mit Vanillesauce sind uns danach zu viel. Aber eine kleine, frisch gemachte Apfeltarte mit einem Vanilleeis soll es noch sein. Steht zwar nicht auf der Karte, aber Claudia und Manfred Möller tun wirklich fast alles, was zum Glücklichsein ihrer Gäste beitragen könnte. wm

Hauptstrasse 94, 4112 Bättwil-Flüh
Di-Sa 11:45 Uhr, abends ab 18:30 Uhr, So-Mo Ruhetag
Dienstleistungen:
  • Mittags-menü
  • Terrasse/Garten
HG 44.00-69.00 CHF

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