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Gundeli, Bruderholz

La Manufacture

Burger und Tartines

Der «Gundeldingerhof» ist nicht wiederzuerkennen. Das Quartierrestaurant, lang eine feine Eckbeiz mit ambitionierter Küche, nennt sich neu «La Manufacture» und setzt wie viele andere Lokale in Basel auf Burger (und Tartines!). Ob die Auffrischung, der Schritt Richtung «Casual Dining», bei den Gästen ankommt, wird sich weisen. Mit der Wahl eines französischen Namens zeigen die Betreiber schon mal, dass sie sich abgrenzen wollen. Ihr Credo haben sie der Einfachheit halber allerdings in Englisch abgefasst, bei der Eingangstür ist es zu sehen: «We love good food.»
Das Täfer ist nun petrolfarben gestrichen, auf der einen Seite des Restaurants, das auch Café und Bar sein will (Frühstück, Brunch samstags und sonntags, Cocktails), könnte man es sich in tiefen Ledersofas bequem machen. Über dem Buffet ist auf einer langen Schiefertafel in filigraner Schrift beschrieben, was die Cuisine zu bieten hat. Tartines, belegte Brote nach französischem Gusto, in neun Varianten mit Bauernbrot, Ruchbrot oder Körnerbrot. Von Avocado mit Randen-Hummus und Zwiebel bis Ventricina mit Salami piccante, Artischockenpaste, Rucola und Tomaten. Ein Genuss sind sie mit Tuna oder Gravlax. Ebenso mit Birnen, Gorgonzola und Baumnüssen oder mit Rindsbraten, hausgemachter Chimichurri-Sauce und Rucola (Fr. 7.–/8.–). Den Burger gibt es klassich und in etlichen Varianten. Das Rindfleisch ist von allerbester Qualität, nicht zu lange gebraten, also schön rosa. Die Preise: 15 bis 18 Franken, mit Salat oder Suppe oder mit hausgemachten Pommes frites, die im Glas separat serviert werden, gibt es einen Aufschlag von 5 Franken. Zu den Burger-Varianten gehört etwa jener mit Pulled Pork, 15 Stunden geschmortem Schweinefleisch, oder jener für Veganer mit Randen-Linsen-Plätzli. Heute speziell empfohlen wird der Burger «Le Français» mit Rindfleisch, Brie und Salatblättern sowie gerösteten Zwiebeln und Senf – schmeckt ausgezeichnet, auch das hausgemachte Ketchup.
Was trinkt man dazu? Einen Wintersinger Blanc de noirs (Fr. 7.–/dl) oder einen Maispracher Pinot noir (Fr. 6.–/dl), zwei Weine aus der Gegend. Spätestens jetzt erinnern wir uns mit Wehmut an die tolle Weinkarte im alten «Gundeldingerhof», als dieser noch vom beseelten Weinliebhaber Dominic Lambelet geführt wurde. Heute finden sich gerade noch je vier Weissweine und Rotweine auf der Karte. Wir haben einen Wein aus dem Süden Frankreichs getrunken (Fr. 7.–, Flasche Fr. 45.–).
Kleiner Nachtrag: das hübsche Gärtchen hinter dem Haus mit den Tischen unterm alten Kastanienbaum existiert nach wie vor. wm

Hochstrasse 56, 4053 Basel
mo–sa 11–23 Uhr (Küche 11–14.30 & 17.30–23 Uhr) so 10–15 Uhr (Brunch only, bis 14.30 Uhr), so-abend geschlossen sowie 24. Dezember bis 2. Januar
HG Fr. 19–23
Basler Trendsetter: Rang 9

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