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Gundeli, Bruderholz

Grissini

Aufs Wesentliche reduziert

Ob Andreas Schürmann aus Neugier schon mal an den Tatort zurückgekehrt ist? Das wissen wir nicht. Sein Restaurant an der Zwingerstrasse hat er nach 13 erfolgreichen Jahren 2019 beerdigt, und mit seinem «Bonvivant» ist auch das Ein-Menü-Konzept in den grosszügigen Räumlichkeiten einer ehemaligen Seidenbandfabrik verschwunden, eine Idee, an der Schürmann all die Zeit festgehalten hatte. Zum grossen Vergnügen seiner Klientel.
Geblieben sind im neuen «Grissini» einerseits die loftig-luftige, lebendige Atmosphäre und anderseits eine puristisch-schmale Karte. Mit vier Pasta-Gerichten aus der Cucina calda am Mittag und zusätzlichen Hauptgängen am Abend, drei an der Zahl. Zum Beispiel geschmortem Sellerie auf Petersilienwurzelpüree mit Beurre blanc (Fr. 27.–), Königszander mit Gerste, Linsen und Fenchelnage (Fr. 38.–) oder Rindsschmorbraten mit Amalfi-Zitronen-Kartoffelstock und Wurzelgemüsen (Fr. 43.–). Die zur Lunchzeit servierten, hausgemachten Teigwaren gibts abends zum gleichen Preis ebenfalls als Hauptspeisen, nicht alle, aber zumindest die Hälfte davon.
Wir sitzen auf bequemen Stühlen an einem der schwarzen, quadratischen Tische (weil der lange Holztisch besetzt ist), schenken aus der bauchigen, braunen Flasche Mineralwasser ein (ob wir gerne ein Glas Wein hätten, werden wir nicht gefragt) und geniessen erst den knackigen Herbstsalat. In Vorfreude auf die «beste frische Pasta, die Sie in Basel essen können» («Grissini»-Eigenwerbung). Sie sind wirklich saugut, die Teigwaren im «Grissini». Ob Pappardelle al ragù di coniglio, helles Chüngeli-Fleisch, gut abgeschmeckt mit Estragon und Basilikum, die Nudeln italienisch al dente (Fr. 20.–). Oder die Casareccie al pesto, leuchtend grün und mit Pinienkernen angereichert (Fr. 17.50). Dazu wird Parmesan samt Werkzeug gegeben. Was die Pasta-Auswahl anbelangt: Wir haben auch Ravioli all’agnello (Fr. 23.–) oder Pappardelle al cinghiale (Fr. 29.–) auf dem Kärtchen gesehen, auch schon Paccheri alla bolognese (Fr. 19.–) oder al ragù di verdure (Fr. 17.50).
Der feine Espresso wird im dickwandigen Tässchen serviert (Fr. 4.10). Für den Wein steht ein Kühler neben Kronleuchtern und Bar bereit.

Zwingerstrasse 10, 4053 Basel
mo–fr 11.30–14.30 & 18–23 Uhr (Küche 11.30–13.30 & 18–21 Uhr), sa & so geschlossen sowie Weihnachten/Neujahr
HG Fr. 23–46
Basler Trendsetter: Rang 6