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Grossbasler Innerstadt

Birseckerhof

Immer wieder montags

Stammgäste sind im «Birseckerhof» leicht auszumachen. Sie sitzen an ihrem Platz und schauen kaum in die Speisekarte, weil sie bereits wissen, wonach ihnen der Sinn steht. Bestellen eins der bewährten, bekannten Gerichte. Mal Fisch, Orata al forno mit Kräutern und Olivenöl, finocchi, pomodorini e patatine. Mal Fleisch, Bistecca di manzo alla griglia mit Gemüse e patatine al rosmarino (je Fr. 39.–). Vielleicht vorweg einen grünen oder gemischten Salat (Fr. 10.–, 12.–). Im Wissen, wo die tagesaktuellen Gerichte annonciert sind, gehen sie auch mal zur grossen runden Uhr in der Mitte des Lokals, blicken auf die Schiefertafel, die über der Durchreiche zur Küche angebracht ist. Sehen dort beispielsweise im Herbst Tartufo bianco del Piemonte, der über Tagliolini oder Risotto gehobelt wird. Auf einer kleineren Schiefertafel vis-à-vis sind die offenen Weine gelistet, zwei Weisse, vier Rote, auch ein Champagner und ein Franciacorta (Ca’ del Bosco, Fr. 12.–). Weinkenner lassen es sich aber nicht nehmen, einen Blick in die Weinliste zu werfen, die sich nicht sämtlichen Weinregionen Italiens widmet, aber den meisten. Vom Veneto bis Sicilia. Unter den Toskanern entdecken wir den raren Carnasciale 2013 von Bettina und Moritz Rogosky. Auf die Frage, ob sich im Keller allenfalls noch reifere Jahrgänge fänden, zögert der Wirt ein bisschen, sagt dann mit einem Lächeln: «Ja, in meinem privaten Keller.» So kommen wir also mit etwas Glück zu einem reiferen Carnasciale, dessen graues Etikett mit Goldrahmen das bekannte, gemalte weisse X ziert. Ein wunderbarer Rotwein, der bestens zum wunderschön durchzogenen Segreto di Pata negra passt, einem im Schulter-Hals-Bereich gut versteckten Stück, das im Mund seinen eingewachsenen Fettanteil offenbart – wie Wagyu-Rind, nur eben vom Schwein. Oder zu den Paccheri con salsiccia fresca piccante e cime. Zuvor hatten wir uns für den ersten Appetit zwei Vorspeisen gewählt, einmal von der Tafel, einmal aus der Karte. Das Carpaccio vom Polpo (leider ein bisschen zu kalt) an feiner Vinaigrette und mit einem schmalen, langen Focaccia-Stück dazu. Das gibt es auch zum fein geschnittenen Fenchelsalat, der mit kleinen Gorgonzola-Stückchen und Pinienkernen versetzt ist.
Ein guter Start in die neue Woche. Und ein weiterer Pluspunkt für den «Birseckerhof», der auch montags geöffnet hat. wm

Binningerstrasse 15, 4051 Basel
mo–fr 11.30–14 & 18–24, sa 18–24 Uhr (Küche bis 23 Uhr), sa-mittag & so geschlossen sowie 23. Juli bis 13. August
Dienstleistungen:
  • Hunde erlaubt
  • Mittags-menü
  • Terrasse/Garten
  • Vegetarische Gerichte
HG Fr. 26–49
Verführung auf Italienisch: Rang 8

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