open menu close

Grossbasler Innerstadt

Bel Etage (im Hotel Teufelhof)

Mehr

Ein Essen im «Teufelhof» ist immer etwas mehr als einfach ein Essen, ob Sie nun oben in der «Bel Etage» sitzen, unten im «Atelier» oder im «Café Zum Teufel». Neben den Restaurants bietet der Teufelhof auch noch sehr speziell und individuell eingerichtete Hotelzimmer, Theateraufführungen, einen Weinladen, und es gibt Kunstausstellungen in den verschiedenen Räumlichkeiten. Es soll auch einen archäologischen Keller haben für besondere Anlässe. Aber besonders ist hier eigentlich alles, nicht zuletzt Dieter Meiers «Accidental Birth»-Zeichnungen, die wir bei unserem Besuch bestaunen durften. Nicht so zufällig geht es aber im «Bel Etage» her, einem der wohl schönsten Restaurants in Basel. Der Name passt perfekt zu den wunderbaren, herrschaftlichen Räumen mit Mosaikparkett und moderner Kunst. Bei schönem Wetter zieht das «Bel Etage» übrigens in den Garten um, der nicht minder empfehlenswert ist.
Hier wird kulinarisch genauestens geplant. Es bieten sich nämlich aufwendige Menüs an von drei bis acht Gängen, und man sollte sich entsprechend Zeit nehmen, auch, um dieses aussergewöhnliche Ambiente zu geniessen. Zeit braucht es auch, um die Weinkarte mit weit über 400 Positionen aus den bekanntesten Gebieten zu studieren, ausser natürlich man entscheidet sich für die Weinbegleitung. So oder so begegnet man wiederum Dieter Meier und seinen argentinischen Ojo-de-Agua-Weinen. Wir freuen uns über eine sehr schöne Auswahl an Schweizer Spitzenprodukten und stellen fest, dass man in Basel offensichtlich auch Zürichseeweinen gegenüber offen eingestellt ist. Eine ganz besondere Schweizer Entdeckung aber ist der sensationellen Pinot noir Cuvée Pur Sang von den Caves de Chambleau in Neuenburg. Wer ihn noch nie getrunken hat, sollte hier von der Gelegenheit Gebrauch machen. Da eröffnen sich ganz neue Dimensionen des Schweizer Weins.
In der Küche steht schon seit sehr vielen Jahren Michael Baader. Er kocht mit frischen und universell inspirierten Zutaten eine Küche, die kaum mit einem Adjektiv zusammengefasst werden kann. Wir bekommen getrüffelte Gänseleberterrine mit Feigen, eine Hokkaidokürbissuppe mit Dim Sum von Wildcrevetten, ein Steinbuttfilet mit Gorriaschotensauce und wildem Reis, bevor als Hauptspeise ein sensationell gutes Sisteron-Lamm mit dezentem rotem Thai-Curry serviert wird. Hier zeigt Baader perfekt sein Können. Statt Käse am Stück wird ein Paradiespfefferpancake mit Stilton und Birnen aufgetragen. Wer will, kann laut Hauszeitung offenbar auch ein kleines Raclette haben. Blanca Valladares Dias leitet das «Bel Etage» mit einer Kompetenz, die ihresgleichen sucht, unterstützt von einem jungen, aber äusserst freundlichen und herzlichen Team. Sie scheint über das Angebot bestens informiert. Neben einer detaillierten Weinberatung kann sie uns auch erklären, dass der Hokkaidokürbis, den wir zu unseren Dim Sum bekommen, von den Portugiesen nach Japan gebracht worden sei und von dort wieder nach Europa. Der «Teufelhof» expandierte übrigens auch, allerdings nicht nach Japan und zurück, sondern mit einem weiteren Restaurant («1777») in Basels Altstadt. Von uns aus kann er gern noch viele weitere Teile der Stadt übernehmen. nvh

Leonhardsgraben 49, 4051 Basel
di–fr 12–15 & 19–24, sa 19–24 Uhr (Küche 12–13.45 & 19–21.45 Uhr), mo, sa-mittag & so geschlossen sowie 1. bis 10. Januar, 9. bis 11. März, 14. bis 17. April und 4. Juli bis 1. August
HG Fr. 48–65, Menü ab Fr. 109
Grosse Küche für Gourmets in Basel: Rang 7

Weitere Restaurants aus "Für Gourmets"