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Region Basel

Baslerhof

Schwabenglück und Suure Mogge

Ein klassischer Landgasthof mit Garten, Dorfbeiz, Restaurant und Säli gehört zu den Vorzüglichkeiten Bettingens. Es fehlt an nichts, auch nicht an freundlichem Personal, das einem das eine oder andere aus dem reichlichen Angebot der Speisekarte schmackhaft zu machen wüsste. Schon im Eingangsbereich wird auf einer Schiefertafel eine zusätzliche Empfehlung annonciert: Kalbsgeschnetzeltes Zürcher Art, Saisongemüse und Rösti (Fr. 41.50, kleine Portion Fr. 34.50).
Von unserem fein eingedeckten Tisch in der Beiz blickt man aufs Büffet und den mit Tageszeitungen belegten Stammtisch, auch auf eine wohnliche Holzwand, ein mit unzähligen Gläsern gefülltes Gestell, auf dem zuoberst zahlreiche Bierhumpen und Pokale in Reih und Glied stehen. Zwischendrin ein gehängter beschrifteter Teller: «Wie me’s macht isch’s lätz.» Lätz ist bei unserem Besuch rein gar nichts. Gluschtig machen schon die für die ganze Woche notierten, täglich wechselnden Spezialitäten wie hausgemachte Fleischvögel (dienstags) oder Suure Mogge, «wie’s ihn früher gab» (sonntags). Werktags kostet das Tagesmenü mit Suppe immer gleich viel (Fr. 21.70, kleine Portion Fr. 16.70). Am Samstag und Sonntag wird es leicht teurer, aber dann gibt es auch normale und halbe Portionen. Das Weinangebot ist ziemlich überschaubar, die Weine sind nach Traubensorten geordnet. Wir sehen einen 2007er Bordeaux (Château Pibran), lassen uns für unser mittägliches Mahl einen französischen Weissen öffnen, den knackigen Sauvignon blanc von Alain Brumont aus dem Madiran (Fr. 47.–), der in unseren Gläsern leuchtet wie das grelle Etikett auf der kühl gestellten Flasche.
Im «Baslerhof» wird die Vielfalt des Angebotes gross geschrieben. Wanderer sollen hier ebenso auf ihre Rechnung kommen wie die Feinschmecker aus der Stadt. Es gibt «Y’Klemmti» mit Schinken, Salami oder Bauernfleischkäse (Fr. 7.80), auch ein grosses, paniertes, goldbraun gebratenes Schweinsschnitzel am Spiess mit Pommes frites und Gemüse (Fr. 28.90/23.60). Daneben einen Viergänger für 65 Franken, bei dem jeweils zwischen drei Vorspeisen, drei Hauptgängen (Entrecôte, Spiess von Jakobsmuscheln, Kalbs-Saltimbocca) und drei Nachspeisen gewählt werden kann. Wir sehen ein Badisches Schneckenpfännchen mit hausgemachter Kräuterbutter (Fr. 17.80), Eglifilets und Saiblingsfilet, Cordon bleu, Pfeffersteak und Basler Pfanne (zarte Kalbschnitzel auf knusprigen Bratkartoffeln), Käsespätzli, Kalbsleber, Coq au vin blanc, Kalbskopf und Schwabenglück (Maultaschen mit Fleisch- und Gemüsefüllung). Wie erwähnt, lassen sich von praktisch allen Gerichten auch kleinere Portionen bestellen, was selbst für etliche Desserts gilt, auch Banana Split oder Coupe Danemark.
Weil heute Samstag ist, entscheiden wir uns schliesslich für den Pot au feu mit Markbein, die Tagesspezialität (Fr. 33.50/26.50). Zwei mächtige Markbeinknochen liegen auf dem fein geschnittenen Siedfleisch, darunter buntes, grob geschnittenes Gemüse, das schön lind ist wie die Salzkartoffeln. Zu spät merken wir, dass die kleinere Portion völlig ausreichend gewesen wäre. Wie beim zarten Geschnetzelten vom Kalb mit Champignons, feiner Sauce und einem Tupfer Schlagrahm. Was sich besonders im Hinblick auf die Desserts lohnt. Es empfehlen sich Irish Delight, eine hausgemachte Whisky-Kaffee-Glace, das hausgemachte Caramelköpfli, das Apfelkiechli mit warmer Vanillsauce und Zimtrahmglace oder ein Schwarzwälder Kirschbecher. wm

Brohegasse 6, 4126 Bettingen
mo–so 9–24 Uhr (Küche 11.30–21.30 Uhr)
HG Fr. 30–57
Gut und bürgerlich: Rang 8

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