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Basel

Aroma

Feine Zaubereien

Römische Spezialitäten statt solcher aus Vietnam und China: das Restaurant «Zum Goldenen Drachen» ist zum italienischen Ristorante «Aroma» geworden. Das scheint beim Publikum gut, sogar einiges besser anzukommen. Mit seiner meerblauen Aussenfassade fällt das Lokal auf der Lyss – Gastgeberin ist Emiliana Petrone, die man noch vom «Donati» her kennt, dem «kleinen» – bereits von Weitem auf. Grösszügiger als zuvor wirkt der Raum im Innern, in dem Rot weiterhin als Farbe dominiert. Die Karte ist knapp gehalten, aber völlig ausreichend. Die Carbonara-Spaghetti seien unbedingt zu versuchen, ist uns mit auf den Weg gegeben worden. Mittags werden drei Menüs empfohlen, zu denen ein kleiner gemischter Salat und das Tagesdessert gehören, als Secondi hausgemachte Pasta, beispielsweise Ravioli mit Lachs oder Rigatoni mit Pecorino und schwarzem Pfeffer, Hauptgang-Alternative sind Gamberoni, was zwischen 24 und 31 Franken kostet. Wie abends à la carte zu wählen, geht selbstverständlich auch. Wir trinken einen Nebbiolo-Barbera-Blend, einen Pin 2013 vom Weingut La Spinetta der Familie Rivetti im Piemont (Fr. 87.–), der sich als perfekter Begleiter erweist, auch zu den kräftigen Hauptspeisen. Als Secondi sind bei unserem Besuch Filetto di manzo, Tagliata di manzo und Saltimbocca alla romana annonciert. Ebenfalls Calamari fritti. Die als Primi vorgeschlagenen Pasta-Gerichte gibt es in zwei Portionsgrössen. Ob Rigatoni mit bäurischer Salsiccia und Brokkoli (Fr. 22.–/26.–), ob Fagottini, gefüllt mit Ricotta und schwarzem Trüffel (Fr. 26.–/31.–), ob Tonnarelli, kantige Spaghetti mit Pecorini-Käse und schwarzem Pfeffer (Fr. 18.–/22.–). Uns schmecken die dicken Rigatoni all’amatriciana an einer mit Guanciale-Speck versetzten Tomatensauce (Fr. 21.–/25.–). Und ja, auch für die dicken Spaghetti alla carbonara zum gleichen Preis kommen wir gerne wieder. Wirklich empfehlenswert sind zudem das Bruschette-Quartett (Fr. 16.–) und die kleine Kugel frischer Büffel-Mozzarella auf frisch geschnittenem Prosciutto mit frisch gezupftem Basilikum und erfrischend aromatischen Datterini-Tomaten (Fr. 26.–).
Was uns im «Aroma» ebenfalls gut gefällt: Wie man auf die kleinen Wünsche der Gäste eingeht und sie zu erfüllen versucht. Wir hatten beispielsweise Lust auf einen Sgroppino, und obwohl das flüssig geschlagene Zitronensorbet mit etwas Prosecco nicht unter den angebotenen Dolci gelistet war, wurde er für uns in kürzester Zeit aus der Küche gezaubert. wm

Auf der Lyss 14, 4051 Basel
di–fr 11.30–14 & 18–23, sa 18–23 Uhr (Küche bis 22 Uhr), mo, sa-mittag & so geschlossen sowie 24. Dezember bis 6. Januar
HG Fr. 22–51
Verführung auf Italienisch: Rang 4