E-Fahrzeuge messen die Luftqualität mit Sensoren bei jeder Paketlieferung. (Bild: DPD (Schweiz) AG)
Schweiz

Wie gut ist die Luft, die Sie atmen?

Die Feinstaubbelastung ist im Winter ein Thema. Heizungen, Autos und Feuer belasten unsere Luft. DPD misst die Luftqualität nun bei jeder Paketlieferung.

Am Morgen das Fenster öffnen und frische Luft ins Haus oder die Wohnung lassen – ein Ritual, das wohl fast jeder kennt. Aber wie gut ist die Luft, die reinkommt überhaupt?

Gerade in vielbefahrenen Städten oder Vorstädten ist die Feinstaubbelastung ein grosses Thema. In den letzten Jahren konnte zwar die Konzentration von gröberen Staubteilchen (PM10) in den meisten Schweizer Städten so weit gesenkt werden, dass die Grenzwerte nur noch selten überschritten werden. Doch die Belastung mit kleineren Staubteilchen (PM2.5) ist nach wie vor erheblich, vor allem auch im Winter. Im Dezember 2022 lag die gemessene PM2.5-Konzentration in Schweizer Städten praktisch immer deutlich über dem Grenzwert.

Entspricht die Luft den Richtwerten?

Die DPD macht diese Belastung jetzt sichtbar und zwar genau vor der Haustüre. Mit einem auf den Fahrzeugen montierten Laser misst der Paketbote permanent die Belastung mit den feinen PM2.5-Partikeln. Die so auf dem ganzen Stadtgebiet gewonnenen Daten ergänzen die vorhandenen stationären Messstationen. DPD macht das in Basel, Bern, Genf und Zürich. Dank diesen Daten können Sie nun prüfen, ob die Luft auf Ihrem Joggingweg, Zuhause beim Lüften oder im Park um die Ecke den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht.

Rene Glanzmann, Leiter der Abteilung Luftqualität, sagt im Regionaljournal des SRF dazu: «Wir kennen die Feinstaubbelastung in Basel sehr gut. Wir können ein präzises Bild vermitteln.» Trotzdem freut er sich, dass Private und Unternehmen sich daran beteiligen, die Luftqualität sichtbar zu machen. «Es ist spannend zu sehen, wie die Verteilung des Feinstaubs über eine längere Strecke ist», sagt er weiter. In Basel wurde ein solches Projekt bereits einmal getestet – mit Sensoren auf Trams.

Europäische Städte messen bereits

Ein solches Projekt hat in Europa bereits zu erfolgsversprechende Veränderungen geführt. Das Luftqualitäts-Monitoring läuft bereits in Paris, Lissabon, London und Hamburg und hat bereits zu Anpassungen von Verkehrsregimes geführt. Die Stadt Lissabon beispielsweise hat auf Basis der detaillierten Messdaten eine neue emissionsarme Zone geschaffen.

Doch auch die Schweiz tappt nicht im Dunkeln. Das Bundesamt für Umwelt beispielsweise misst den Feinstaub ebenfalls. Die Daten sind online einsehbar. Neu ist jedoch die detaillierte Messung. Wo vorher nur Messanlagen Daten lieferten, tun das jetzt auch Paketboten – natürlich nur an Arbeitstagen und selbstverständlich mit Elektrofahrzeugen.

Was kann ich gegen die Verschmutzung tun?

Gerade private Haushalte sind eine grosse Ursache der Luftverschmutzung. Für eine bessere Luftqualität kann jeder sorgen. Wenn er beispielsweise zu Fuss geht oder das Velo nimmt. Muss es ein Fahrzeug sein, dann soll es wenigstens kein Diesel ohne Partikelfilter sein. Auch Feuer sind grosse Luftverschmutzer. Ein Verzicht darauf, drinnen im Cheminée und draussen, steigert die Luftqualität.

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