Eine Prognose über die weitere Entwicklung der Grippe in der aktuellen Saison ist laut BAG nicht möglich. (Bild: Keystone)
Schweiz

Grippewelle hat Höhepunkt erreicht

Die Grippe-Fallzahlen hatten bereits vor Weihnachten die Spitzenwerte der Grippesaison der Vorjahre erreicht. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit mit.

Die Zahl grippeähnlicher Erkrankungen ist in der letzten Woche des vergangenen Jahres konstant geblieben. Im Vergleich zu den letzten zwei Wochen ist der Trend sogar sinkend. Im Vergleich zur Vorwoche war die Anzahl Arztkonsultationen sinkend, wie es im neuesten Lagebericht zur saisonalen Grippe heisst, der vom BAG am Mittwoch aufgeschaltet wurde. Hochgerechnet auf die Bevölkerung gab es etwa 156 Konsultationen wegen grippeähnlicher Erkrankungen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Eine Prognose über die weitere Entwicklung der Grippe in der aktuellen Saison ist laut BAG nicht möglich, wie es auf Anfrage von Keystone-SDA hiess. Das obligatorische Meldesystem spricht im neuen Bericht von einer Stabilisierung der Fallzahlen.

Die höchste Konsultationsrate sei im Zeitraum vom 24. bis 30. Dezember in der Altersklasse der null- bis vierjährigen Kinder verzeichnet worden. Am wenigsten betroffen waren 30 bis 64-Jährige. Regional am meisten Konsultationen wurden mit 328 pro 100’000 Einwohnerinnen in Graubünden und im Tessin registriert. Mit 87 wurde die tiefste Konsultationsrate pro 100’000 Einwohner in der Region Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis verzeichnet.

Dem BAG lägen noch keine definitiven Zahlen zur Anzahl der Impfdosen für die laufende Grippesaison vor, hiess es auf Anfrage weiter. Aufgrund der Angaben der Hersteller von Grippeimpfstoffen geht das BAG davon aus, dass in dieser Saison insgesamt 1,1 bis 1,3 Millionen Grippeimpfstoffe verabreicht werden. Diese Zahl sei vergleichbar mit derjenigen in den Jahren vor der Covid-19-Pandemie.

Grippe-Höchstwerte früher erreicht

Die Grippe-Fallzahlen hatten bereits vor Weihnachten die Spitzenwerte der Grippesaison der Vorjahre erreicht. Damals war der Höhepunkt der Grippewelle erst ab Ende Januar und im Februar festgestellt worden. Da nicht alle Erkrankten bei grippeähnlichen Symptomen eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen und nicht alle getestet werden, würden die Zahlen aus dem obligatorischen Meldesystem nur die Spitze des Eisbergs darstellen.

Das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NZI) wies in den Proben am häufigsten Influenza-Viren nach, wie es weiter heisst. Neben Grippe-Viren grassieren auch RSV-Viren und das Coronavirus.

Die Symptome von grippeähnlichen Erkrankungen und Covid-19 überschneiden sich laut BAG. Die Entwicklung der Arzt-Konsultationen wegen grippeähnlicher Erkrankungen ist deshalb auch durch die epidemiologische Entwicklung von Covid-19 beeinflusst.

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