An vielen Schweizer Orten lockten die milden Temperaturen zahlreiche Menschen ins Freie. (Bild: Keystone)
Schweiz

So feierten Schweiz und die Welt Silvester

Der Start ins Jahr 2023 fand in der Schweiz erstmals wieder ohne besondere Auflagen statt. Auch im Ausland wurde ausgelassen gefeiert.

Nachdem die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel aufgrund der Corona-Pandemie zwei Mal stark eingeschränkt waren, fanden diese in diesem Jahr vielerorts wieder ohne besondere Auflagen statt. Entsprechend ausgelassen wurde gefeiert.

Milde Temperaturen locken Menschen ins Freie

In der Schweiz konnte der Beginn des Jahres 2023 ohne besondere Auflagen gefeiert werden. Ungewöhnliche milde Temperaturen lockten viele Menschen ins Freie. Basel musste ohne das übliche Feuerwerk auskommen, da keine Sponsoren gefunden wurden.

Zahlreiche Menschen versammelten sich am Zürcher Seebecken, wo der «Silvesterzauber» mit grossem Feuerwerk nach Mitternacht stattfand. Der Anlass konnte, wie viele grosse Silvesterfeiern in der Schweiz, zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie wieder durchgeführt werden. Der Anlass wird, gemäss Angaben der Veranstalter, jeweils von schätzungsweise 150’000 Personen besucht. In Luzern findet am Sonntagabend das traditionelle Neujahrsfeuerwerk zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie wieder statt.

Mehr als 100 000 Menschen feiern Jahreswechsel mit Feuerwerk in London

In der britischen Hauptstadt haben in der Nacht zum Sonntag mehr als Hunderttausend Menschen den Jahreswechsel mit einem gigantischen Feuerwerk am Riesenrad London Eye gefeiert. Zu dem Event wurden erstmals seit 2019 wieder Besucher in den Bereich an der Themse nahe des Riesenrads gelassen. Big Ben schlug um Mitternacht zwölf Mal und läutete damit das neue Jahr ein.

Gespielt wurde während des zwölfminütigen Feuerwerks mit herkömmlicher Pyrotechnik, Lightshow und leuchtenden Drohnen unter anderem der Song «Stefania» der ukrainischen Bad Kalush Orchestra, die damit im vergangenen Jahr den Eurovision Song Contest gewonnen hatte. Austragungsort des diesjährigen Wettbewerbs soll wegen des anhaltenden Kriegs in dem Land die englische Stadt Liverpool sein. Auch der im September 2022 gestorbenen Queen Elizabeth II. wurde gedacht – ihr Profil wurde mit Drohnen am Nachthimmel über London abgebildet.

Eine Million Menschen feiern Jahreswechsel auf Pariser Champs-Élysées

Rund eine Million Menschen waren in Paris beim grossen Feuerwerk auf dem Champs-Élysées zugegen. Das berichtete der Sender BFMTV unter Berufung auf die Polizeipräfektur. 400 000 bis 600 000 Besucher waren auf der Pariser Prachtstrasse erwartet worden.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte der Jahreswechsel in den vergangenen zwei Jahren nicht in grossem Stil auf den Champs-Élysées gefeiert werden. Nun sorgte die Polizei mit einem Grossaufgebot für Sicherheit, es gab strikte Zugangsregelungen. Das Feuerwerk wurde im Bereich des Triumphbogens inszeniert.

Rio de Janeiro begrüsst neues Jahr mit Feuerwerk und Konzerten

In der brasilianischen Strandmetropole Rio de Janeiro wurde das neue Jahr von Hunderttausenden Menschen mit Feuerwerk und Musik begrüsst. Um Mitternacht begann ein zwölfminütiges Feuerwerk, das von zehn Flössen vor dem Strand des Stadtteils Copacabana abgefeuert wurde. Es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie, dass die Menschen in Rio de Janeiro wieder ohne Einschränkungen Silvester feiern konnten. Die Veranstalter hatten vorab mit rund zwei Millionen Besuchern gerechnet. Die Hotels der Stadt waren zu 90 Prozent ausgebucht.

Auf zahlreichen Bühnen am Strand der Copacabana, aber auch im Viertel Flamengo, der Ilha do Governador in der Guanabara-Bucht und im Stadtteil Madureira traten zahlreiche Bands, Musiker und DJs auf.

Niederländer ignorieren Böllerverbot in grossen Städten

Das in zahlreichen Grossstädten der Niederlande zum Jahreswechsel verhängte Böllerverbot ist von der Bevölkerung grösstenteils ignoriert worden. In Städten wie Amsterdam, Rotterdam, Nijmegen und Haarlem wurden in grossem Umfang Feuerwerk und Böller gezündet, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete.

In Rotterdam sei von dem Verbot überhaupt nichts zu merken gewesen. Die Polizei hielt sich weitgehend zurück. Nach dem Zünden schwerer Feuerwerkskörper und wegen Schlägereien wurden in Amsterdam mehrere Menschen festgenommen. Wegen stürmischen Wetters mussten in vielen Städten geplante Feuerwerkshows abgesagt werden.

Mit einem Böllerverbot hatten etliche Städte die zahlreichen Verletzungen und hohen Sachschäden vermeiden wollen, die es vor der Corona-Pandemie zum Jahreswechsel immer wieder gegeben hatte.

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