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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Dezember 2022.
Basel

Aus der Region, für die Region: Der Gässli Märt ist zurück

Zum ersten Mal nach 2019 findet der Gässli Märt wieder statt. Organisatoren und Händler ziehen nach drei Markt-Tagen eine positive Bilanz.

Klein aber fein – so präsentiert sich der Gässli Märt im Färbergässlein. Nach drei Jahren Coronapause ist die Weihnachtsstimmung heuer in den Innenhof der Stiftung Habitat bei der Kleinbasler Rheingasse zurückgekehrt. Rund 40 lokale Händlerinnen und Händler verkauften vom vergangenen Freitag bis Sonntag Künstlerisches, Kreatives und Köstliches. Veranstalterin Maria Ganzoni zeigt sich zufrieden mit dem «Comeback» des Gässli Märts. «Am Samstag waren wir von Anfang an gut besucht, und auch der Sonntag läuft soweit super», erklärt sie. Einzig der Start am Freitag sei etwas harzig gewesen, «aber wahrscheinlich war das der Fall, weil die Leute noch arbeiten mussten».

Wie so viele Anlässe wurde auch der 2016 erstmals durchgeführte Gässli Märt von der Coronapandemie ausgebremst. Nachdem der Markt 2019 letztmals über die Bühne ging, erweckte ihn Maria Ganzoni mit ihrem Team heuer wieder zum Leben. Und das, obschon die Konkurrenz ausreichend vorhanden ist. «Die Verkäuferinnen und Verkäufer sind glücklich, dass sie eine Plattform für ihre Produkte erhalten», sagt Ganzoni.

Bedarf sei vorhanden

Beim Basler Weihnachtsmarkt beispielsweise sehen sich die Standbetreiberinnen und -betreiber mit anderen Konditionen konfrontiert, während sich die Veranstaltung im Färbergässlein auf ein Wochenende fokussiert. Mit dieser Idee scheinen die Organisatoren auf Anklang zu stossen. «Bei den Anträgen für einen Stand haben wir gesehen, dass der Bedarf für den Gässli Märt vorhanden ist», sagt Ganzoni.

Das kann Reto Häner bestätigen. «Ich bin sehr gerne hier. Es ist ein schöner und sehr stimmungsvoller Markt», sagt der Geschäftsführer der Basler Kaffeerösterei «Haenowitz & Page», der beim Gässli Märt mit einem Stand vertreten ist. Ihm gefalle vor allem die überschaubare Dimension der Veranstaltung. «Hier gibt es viele Dinge zu entdecken, die man nicht an jeder Ecke antrifft», so Häner.

«Heimeliges Gefühl» lädt zum Verweilen ein

Wie vor der Corona-Zwangspause steht auch in diesem Jahr der lokale Gedanke im Vordergrund. «Für uns ist wichtig, dass hier Leute aus der Region ihre Produkte verkaufen, die sie selber produzieren», sagt Maria Ganzoni. «Wir wollen keine Leute, die Produkte einkaufen und sie vertreiben.» Unter diesem Gesichtspunkt komme die spezielle Lage des Gässli Märts noch mehr zur Geltung. «Man kriegt schnell ein heimeliges Gefühl in der Habitat, deshalb sind wir froh, dass wir den Markt hier durchführen dürfen», sagt Ganzoni.

Nachdem sich Gässli-Märt-Initiator Dani Jansen von der Organisation zurückgezogen hat, übt Maria Ganzoni die Leitung 2022 zum ersten Mal aus. Sie lege dabei Wert auf Kontinuität. «Ich wollte nicht alles auf den Kopf stellen, sondern das, was sich unter Dani etabliert hat, weiterführen», sagt Ganzoni, die mit Jansen nach wie vor in regem Austausch stehe.

Die eine oder andere Veränderung schliesst Maria Ganzoni für die Zukunft trotzdem nicht aus. Diese dürften aber, wenn überhaupt, in einem moderaten Rahmen ausfallen. «Die Stiftung Habitat hat sich beim Gässli Märt an gewisse Dinge gewöhnt. Aus diesem Grund wollen wir sie nicht überrumpeln, sondern den Märt weiterhin sauber organisieren», betont Ganzoni.

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