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Fredi Schödler stemmte das Projekt der «modernsten Meterspurbahn Europas»: Die neue Waldenburgerbahn. (Bild: zVg/Telebasel)
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Im Talk: Mister Waldenburgerli

Am Freitag feiert das Baselbiet das neue Waldenburgerli, das ab Montag seinen Betrieb aufnimmt. Ermöglicht hat es Fredi Schödler, stv. Direktor der BLT.

«Ein super Gefühl. Das Tram fährt sich angenehm», frohlockte Schödler noch im Mai dieses Jahres, als er das neue Waldenburgerli in seiner Wiege in Valencia Probefahren durfte. Einige Monate später, am Freitag, 9. Dezember, kann die BLT endlich die Korken knallen lassen und zehn dieser Stadler-Trams feierlich willkommen heissen. Bevor die modernste Meterspurbahn Europas am Montag dann offiziell in den Fahrbetrieb übergeht, werden Baselbieter Persönlichkeiten das neue Waldenburgerli in Waldenburg zu Gesicht bekommen. An der Eröffnungsfeier werden unter anderem Peter Spuhler, VR-Präsident der Stadler Rail AG, RegierungsrätInnen Monica Gschwind, Anton Lauber und Isaac Reber anwesend sein. Stellvertretender Direktor der BLT, Fredi Schödler, bilanziert das Projekt im Talk.

Ein Projekt fast ganz nach (Fahr)plan

Vom Projektstart 2016 bis zur Aufnahme des Betriebs im Dezember 2022 sind sieben Jahre vergangen. Mit Kosten von 345 Millionen Franken für die Infrastruktur wurde das Budget nur um 8 Prozent überschritten. Andreas Büttiker, als BLT-Direktor neuer Herr über die einst eigenständige Waldenburgerbahn, nannte drei Hauptgründe für die seiner Ansicht nach «akzeptable» Budgetüberschreitung: Neben einer ausserordentlichen Bauteuerung hätten unvorhergesehene Zusatzaufwendungen in Sachen Hochwasser- und Grundwasserschutz sowie der hohe Zeitdruck zu Mehrkosten von 25 Millionen Franken geführt.

«Modernste Meterspurbahn Europas»

Büttiker und die weiteren Verantwortlichen für den Neubau und den Betrieb der Bahnstrecke zeigen sich sichtlich stolz auf die neue Waldenburgerbahn. «Wir haben die modernste Meterspurbahn Europas», sagte Büttiker an einer Medienkonferenz. «Sowohl die Infrastruktur der 13 Kilometer langen Strecke als auch die neuen Züge entsprechen dem neuesten Stand der Bahntechnik.» Für die Fahrgäste wohl am spürbarsten dürfte jedoch die Verbreiterung der Trams sein. Gegenüber den aus Basel bekannten Tango-Trams sind die neuen Tramlink-Modelle zehn Zentimeter breiter. Verglichen mit den alten Waldenburgerli gar 20 Zentimeter: «Das klingt nach wenig, ist aber sofort spürbar», zeigte sich Direktor Büttiker gegenüber Telebasel überzeugt. Anders als in Basel (2:1) sind die Waldenburgerli künftig mit je zwei Sitzen auf beiden Seiten ausgestattet (2:2). So ergeben sich 88 Sitzplätze und 172 Stehplätze pro Fahrzeug.

Im Talk am Freitag, 9. Dezember 2022, ab 18:45 Uhr: Fredi Schödler, stv. Direktor BLT.

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