Albert Rösti will Basel-Stadt so gut wie möglich im Bundesrat helfen. (Quelle: Keystone)
Schweiz

Beat Jans darf Rösti bei Problemen anrufen

Die urbane Deutschschweiz ist nicht mehr im Bundesrat vertreten. Der frisch gewählte Bundesrat Albert Rösti bietet Basel-Stadt schon jetzt Hilfe an.

Der Bundesrat ist aus dem Gleichgewicht geraten: Mit Elisabeth Baume-Schneider (Les Breuleux, 1’5000 Einwohner) und Albert Rösti (Frutigen, 7’000 Einwohner) wurden zwei Vertreter der ländlichen Regionen gewählt. Die Städter Hans-Ueli Vogt und Eva Herzog schafften den Sprung in das Gremium nicht. Das macht Karin Keller-Sutter, die in der 25’000-Seelen-Stadt Wil in St. Gallen wohnt, zur urbansten Bundesrätin.

Werden die Städte von der neuen Regierung nun in Zukunft vernachlässigt? 

«Ich weiss, wo die Motoren sind»

«Nein», meint Rösti. «Ich war sieben Jahre in Zürich in meiner Ausbildung. Ich weiss, wo die Motoren sind und wo letztlich das Geld verdient wird, um den Finanzausgleich zu schaffen. Das sind natürlich die Städte und die Agglomerationen und das ist sich ein Albert Rösti sehr wohl bewusst.»

(Video: Telebasel)

Nichtsdestotrotz gibt Rösti zu, dass man darauf achten muss, die Städte nicht zu vergessen. Für diesen Fall hat er aber vorsichtshalber schon mit Beat Jans ein Abkommen getroffen: «Ich habe ihm gesagt, dass er mich anrufen soll, wenn er das Gefühl habe, es laufe nicht recht.»

«Ich möchte, dass Basel stolz auf mich wird»

Auch Baume-Schneider dementiert die Frage von Telebasel mit den umgänglichen Worten «Ich höre wirklich allen zu». Speziell zu Basel habe die Jurasserin einen guten Bezug, sie «kenne die Leute».

(Video: Telebasel)

Obwohl sie und die Basler Ständerätin Eva Herzog Gegnerinnen in der Bundesratswahl waren, freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit ihr: «Ich habe wirklich eine schöne Beziehung mit Eva Herzog.» Baume-Schneider möchte sich für die ganze Nordwestschweiz einsetzen – dazu gehört auch Basel. «Ich weiss genau, dass wir in der Industrie eine Region zusammen sind. Ich möchte das Beste versuchen, dass Basel auf mich stolz wird.» 

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