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Der Telebasel-Newsbeitrag vom 5. Dezember 2022.
Basel

Tanzen statt Senf und Mayonnaise

Auf dem Kleinbasler Franck-Areal soll ein Zentrum für Kultur, Jugendliche und Start-ups entstehen. Die ersten Mieter ziehen bereits nächsten Februar ein.

Der Kaufvertrag sei letzte Woche unterzeichnet worden, heisst es in einer Medienmitteilung der Franck Areal AG. Diese wurde von den Käufern als Betreibergesellschaft eingesetzt, die das Areal am Eimeldingerweg im Baurecht übernommen hat.

Als Käuferinnen und Käufer werden im Communiqué die Geschwister Corinne, Dominik und Gabriel Eckenstein genannt. Sie haben sich in Basel mit mäzenatischer Tätigkeit bereits einen Namen gemacht.

Auch hinter der Betreibergesellschaft stecken in Basel bekannte Namen: so unter anderem die Architektin Barbara Buser und der Zwischennutzungs-Spezialist Pascal Biedermann, die bereits bei anderen, ähnlich gelagerten Entwicklungsprojekten wie dem Gundeldinger Feld mitgewirkt haben. Barbara Buser möchte aber bei diesem Projekt einen anderen Fokus legen als beim Gundeldinger Feld: «Da war das Hauptgewicht zum Beispiel auf Quartierangelegenheiten. Hier möchten wir das Ganze erweitern und einerseits eben ein Ort sein fürs Quartier und andererseits im Speziellen für Jugendliche.» Diese sollen ihren Bewegungsdrang durch Tanz ausleben und Musik machen können.

Auch soziale Nachhaltigkeit wird berücksichtigt

Auf dem nun gekauften Arealteil solle laut Pascal Biedermann auch ein Zentrum für Nachhaltigkeit entstehen. Dabei will die Franck Areal AG auf drei unterschiedliche Aspekte setzen. «Das eine ist natürlich die energetische Frage, die ökologische. Aber auch eine ökonomische Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig – das Areal muss wirtschaftlich funktionieren. Hier müssen wir noch eine gute Balance finden.» Auch die soziale Nachhaltigkeit wird berücksichtigt: Es soll beispielsweise eine Zukunftskonferenz geben. Das Ziel davon ist es, sich mit der Bevölkerung aus dem Quartier auszutauschen, damit ein gemeinsamer Ort geschaffen werden kann.

Zwischen dem bereits bestehenden neuen Erlenmattquartier und dem Entwicklungsgebiet Klybeck plus sei das Areal mit seinen geplanten Nutzungen ideal positioniert.

Im kommenden Februar werden gemäss Communiqué mit den Vereinen «Kreislauf Haus» und «Impact Hub Basel» die ersten Mieter einziehen. Danach sollen erste kulturelle Zwischennutzungen folgen. Zu einem späteren Zeitpunkt seien auch Wohnungen vorgesehen.

Nestlé wird auf dem in ihrem Besitz verbleibenden Teil des Areals weiterhin Senf und Mayonnaise der Marke Thomy herstellen.

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