Corinne Suter holt sich bei der ersten von zwei Abfahrten in Lake Louise den zweiten Platz. (Bild: Keystone)
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Vier Hundertstel fehlen Corinne Suter zum Sieg

Corinne Suter verpasst den Sieg beim Speed-Saisonauftakt nur um vier Hundertstel. Sie muss sich in der Abfahrt in Lake Louise nur Sofia Goggia geschlagen geben.

Sie brenne nach guter Vorbereitung auf den Saisonstart, so liess es Corinne Suter nach den Trainingsfahrten in Lake Louise die Medien wissen. Mit Rang 2 im Abschlusstraining unterstrich die 28-jährige Schwyzerin, die in dieser Saison mit neuem Servicemann und neuem Sponsor unterwegs ist, ihre Ambitionen. Gleichzeitig war sich Corinne Suter bewusst, dass man vor der ersten Abfahrt des Winters «nie so genau weiss, wo man steht».

20. Weltcup-Podestplatz für Suter

Doch die Abfahrts-Olympiasiegerin von Peking und Abfahrts-Weltmeisterin von Cortina d’Ampezzo durfte nach dem Saisonauftakt ein zufriedenes Fazit ziehen. «Ich bin sehr froh, dass es endlich losging. Es war eine lange Vorbereitung. Ich war immer wieder bereit, doch dann kamen die Absagen (in Sölden und Zermatt – Red.)», sagte Suter im SRF-Interview.

Sie sei vor dem Start zur ersten Abfahrt trotz der guten Trainings «nervöser als sonst» gewesen, denn «Training ist Training und das Rennen ist immer anders». Es habe auf ihrer Fahrt zwei, drei kleinere Fehler gegeben. «Aber wenn man schnell unterwegs ist, passiert das eben. Es war vorne ganz eng, ich bin sehr zufrieden. Zudem folgt morgen (Samstag) gleich das nächste Rennen und die nächste Chance», freute sich Corinne Suter nach ihrem 20. Podestplatz im Weltcup.

Mit Joana Hählen (9. Rang) und Jasmine Flury (10.) reihten sich zwei weitere Schweizerinnen knapp in den Top 10 ein. Starke Fahrten zeigten zudem auch Juliana Suter (14.) und Delia Durrer (20.). Beide waren in einer Weltcup-Abfahrt noch nie besser klassiert. Unter den Erwartungen schnitten hingegen Lara Gut-Behrami (18.) und Michelle Gisin (22.) ab.

Goggia mit 18. Weltcupsieg

Die Siegerin der ersten Saison-Abfahrt in Lake Louise war die gleiche wie im Vorjahr: Sofia Goggia. Doch die Entscheidung zugunsten der 30-jährigen Topfavoritin aus Italien fiel ungleich knapper aus als vor Jahresfrist, als sie mit fast 1,5 Sekunden Vorsprung vor der deklassierten Konkurrenz gewonnen hatte. Ihr gelang danach auf der Piste in den kanadischen Rocky Mountains gar das Triple, indem sie auch die zweite Abfahrt sowie den abschliessenden Super-G für sich entschied.

Goggia ist – zusammen mit Olympiasiegerin und Weltmeisterin Corinne Suter – die dominierende Speed-Fahrerin der vergangenen Jahre. Der neuerliche Sieg in Lake Louise ist ihr neunter Abfahrts-Triumph seit Dezember 2020. Im Weltcup ist es für die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 und -Olympiazweite von 2022 der insgesamt 18. Sieg.

Den 3. Rang belegte, mit ebenfalls nur sechs Hundertsteln Rückstand, Cornelia Hütter. Die Österreicherin lag bei der letzten Zwischenzeit noch gleichauf mit Goggia.Zu den Abwesenden des Speed-Auftakts in Kanada gehört hingegen Mikaela Shiffrin. Die Gesamtweltcup-Führende aus den USA legt stattdessen einen Trainingsblock in den technischen Disziplinen ein.

Am Samstag folgt in Lake Louise die zweite Abfahrt (Start 20:30 Uhr Schweizer Zeit), am Sonntag der Super-G (19 Uhr).

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