(Symbolbild: Keystone)
International

Terrormiliz IS bestätigt Tod ihres Anführers und verkündet Nachfolger

Neuer «Emir» werde Abu al-Husain al-Husaini al-Kuraischi, teilte die Miliz in einer Audiobotschaft mit. Der bisherige Anführer sei «im Kampf getötet worden».

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres Anführers Abu al-Hassan al-Haschimi bestätigt und einen Nachfolger benannt. Neuer «Emir» werde Abu al-Husain al-Husaini al-Kuraischi, teilte die Miliz in einer Audiobotschaft am Mittwoch mit. Der bisherige Anführer sei «im Kampf getötet» worden, hiess es ohne nähere Angaben.

Anhänger des IS wurden aufgerufen, ihren Kampf fortzusetzen. Die Echtheit der Botschaft liess sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle der Extremisten in den sozialen Medien verbreitet.

Zweifel an der Nachricht

Aus der US-Regierung hiess es, man habe die Verkündung des IS gesehen. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte: «Wir begrüssen die Nachricht vom Tod eines weiteren IS-Anführers.» Zu operativen Details könne er sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht äussern.

Abu al-Hassan al-Haschimi war im März zum Anführer ernannt worden. Er folgte auf Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi, der im Februar bei einem US-Militäreinsatz im Nordwesten Syriens getötet wurde. Nach Angaben aus Washington sprengte sich dieser selbst in die Luft, um nicht für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.

IS-Experte Hassan Hassan zweifelte an der Echtheit der Nachricht. Dschihadisten hätten den Tod ihrer Anführer und Kommandeure schon häufig vorgetäuscht, um den Druck durch Geheimdienste und Sicherheitskräfte zu verringern. Wer hinter dem Kampfnamen Abu al-Hassan al-Haschimi steckte, wurde bisher nicht bekannt.

Der IS kontrollierte über Jahre grosse Gebiete im Irak und im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Mittlerweile haben die Extremisten ihr Herrschaftsgebiet wieder verloren. IS-Zellen sind aber in beiden Ländern weiter aktiv. Beobachter warnen davor, dass die Dschihadisten ihren Einfluss wieder ausweiten könnten.

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