Die Niederlage ist der Schweizer Nati ins Gesicht geschrieben. (Bild: Keystone)
International

«Wir haben gut gekämpft, aber spielerisch war es zu wenig»

Am Montag verlor die Schweiz 0:1 gegen Brasilien. Das meinen die Nati-Spieler zu ihrer Niederlage.

Die Schweiz unterlag im WM-Spiel vom Montag 0:1 gegen Brasilien. Auch wenn die Nati-Spieler verbissen gekämpft haben, konnten sie sich gegen den WM-Favoriten nicht durchsetzen. So auch die Stimmen der Spieler nach der Niederlage:

Silvan Widmer (Aussenverteidiger Schweiz): «Es tut weh. Wir haben gut gekämpft, aber spielerisch war es zu wenig. Wir haben gegen Brasilien gespielt, nicht gegen eine zusammengewürfelte Mannschaft. Man hat gesehen, dass sie spielerisch bessere Einzelspieler haben, aber als Mannschaft waren wir ebenbürtig. Wir haben versucht, aussen die Spieler wie Vinicius zu doppeln. Das haben wir gut gemacht. Mit Vargas und Rieder haben zwei sehr Junge aufopferungsvoll gekämpft und das Herz auf dem Platz gelassen. Sie haben uns aussen sehr gut unterstützt.»

Manuel Akanji (Innenverteidiger): «Man muss clever sein und den einen Punkt mitnehmen. Es war ein super Goal, ich denke, ich kann da nicht viel anders verteidigen. Aber wir müssten cleverer sein und das 0:0 über die Zeit bringen. Wir wissen, dass wir mindestens einen Punkt brauchen gegen Serbien. Diese Situation hatten wir schon einmal. Gegen Vinicius ist es schwierig. Wir versuchen unseren körperlichen Vorteil zu nützen, aber er fällt jedes Mal um, wenn man ihn berührt, und die Schiedsrichter pfeifen fast immer. Wichtig ist auch, dass wir keine weitere gelbe Karte erhalten haben.»

Fabian Rieder (Mittelfeldspieler): «Es ist ziemlich bitter, dass wir am Schluss noch das 0:1 kassiert haben. Defensiv sind wir ganz ordentlich gestanden, offensiv gibt es sicher noch Verbesserungspotenzial. Selber war ich defensiv, glaub ich, recht gut, offensiv fehlte mir ein wenig die Spielfreude. Ich habe alles gegeben und probiert, klar hat nicht alles geklappt, aber alles in allem darf ich zufrieden sein. Es fehlen noch ein paar Automatismen, es ist ja auch erst mein 2. Spiel in der Nationalmannschaft. Gegen 15 Uhr Lokalzeit habe ich erfahren, dass ich von Anfang an spiele. Der Trainer sagte, ich solle so gut es geht locker aufspielen. Ich war ziemlich nervös, das hat man in ein, zwei Situationen gemerkt. Im Hinterkopf habe ich natürlich, dass ich noch viel zu verbessern habe.»

Granit Xhaka (Captain): «Kämpferisch war das eine gute Leistung. Brasilien hat eine super Qualität, da müssen wir ehrlich sein. Kämpferisch und mit dem Teamspirit haben wir es gut gemacht. Ein bisschen enttäuscht sind wir schon, ein Unentschieden wäre nicht gestohlen gewesen. Mannschaftlich war es heute fast besser als gegen Kamerun, vielleicht hätten wir ein bisschen frecher etwas machen können, aber eben, das ist Brasilien.»

Murat Yakin (Trainer): «Klar kann man nicht zufrieden sein. Aber der Gegner ist halt Brasilien, den wir 80 Minuten lang kontrolliert haben. Wir hätten mutiger sein müssen, aber im entscheidenden Moment hatten wir nicht die Ruhe und konnten den Ball nicht halten. Der entscheidende Pass ist nicht gekommen. Vielleicht waren wir etwas zu kontrolliert statt das Risiko zu suchen. Der Matchplan hat hervorragend funktioniert, aber am Schluss kamen wir nicht mehr raus. Shaq (Shaqiri, angeschlagen) hat gefehlt, der etwas Genialität reinbringen kann. Okafor (verletzt) mit seiner Schnelligkeit hat auch gefehlt.»

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