(Bild: Google Street View)
Baselland

Projekt Ortsdurchfahrt: Jetzt liegt der Ball bei der Regierung

Die Birsfelder Ortsdurchfahrt muss saniert werden. Doch die Anliegen der IG sind bei der Projektplanung kaum einbezogen worden. Nun ist die Regierung gefragt.

Pläne des Kantons, wie die Hauptverkehrsachse von Birsfelden saniert werden soll, gibt es schon. Und diese Pläne sind schon weit fortgeschritten. Doch die Interessensgruppe IG Ortsdurchfahrt Birsfelden ist damit nicht einverstanden. Deswegen hat sie im Frühsommer beim Landrat eine Petition eingereicht. Diese verlangt, die bisherige Planung zur Sanierung der Ortsdurchfahrt zu stoppen. Am Donnerstag ist das Anliegen in der Landratssitzung traktandiert. Das Sanierungsvorhaben soll rund 40 Millionen Franken kosten.

Die IG kritisiert, das Mitwirkungsverfahren 2019 sei nicht optimal verlaufen. «Wir konnten zwar mitwirken, doch einen Mitwirkungsbericht gab es nicht», sagt IG-Mitglied Nicolas Zeuggin. Die Interessensgemeinschaft habe sich in ihren Anliegen nicht ganz ernst genommen gefühlt.

Forderungen in fünf Punkten

Auch die Landratskommission kommt zum Schluss, dass der Kanton «die bisherige Mitwirkung interessierter Kreise am Strassenprojekt nur marginal berücksichtigte». Die Petitionskommission sieht für den Landrat aber keinen Handlungsspielraum und überweist die Petition deshalb der Regierung. Diese soll sich den Anliegen und Forderungen der Interessensgemeinschaft noch einmal annehmen.

Die IG fordert konkret Anpassungen in fünf Punkten. Die Strassen, so wie sie die Pläne des Kantons vorsehen, seien zu breit und die neuen Kreisel zu gross. Die Zufahrtsstrecke zur Birseckstrasse sei ausserdem zu steil. Auch eine Tempo-30-Einführung und Landenteignungen werden thematisiert. Die Planung des Kantons habe vor allem verkehrstechnische Ziele und das auf Kosten der städtebaulichen Aspekte, findet die IG. Dass letztlich all ihre Forderungen umgesetzt werden, sei aber unwahrscheinlich. «Wir sind keine Fantasten, hoffen aber auf ein Ausloten des Machbaren», so Nicolas Zeuggin.

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