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Der Telebasel News-Beitrag vom 28. November 2022.
Basel

Netto 0 bis 2037: Wie geht’s jetzt weiter?

Basel soll bis 2037 klimaneutral sein, so hat die Stimmbevölkerung entschieden. Gewerbe und Politik sind jetzt gefordert.

Seit gestern hat Basel-Stadt das ambitionierteste Klimaziel der Schweiz: Bis 2037 soll der Stadt-Kanton klimaneutral sein. Doch wie können die Emissionen in den nächsten 15 Jahren so stark gesenkt werden? Beat Jans sagte gestern gegenüber Telebasel: «Wir müssen uns zusammen mit dem Gewerbe auf den Weg machen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Ich hoffe dass die, die hier die Nein-Parole herausgegeben haben, trotzdem konstruktiv mitarbeiten.»

Der Gewerbeverband zeigt sich heute gegenüber Telebasel weniger versöhnlich: «Eine wortwörtliche Umsetzung des Verfassungsartikels ist nur mit drastischem Konsumverzicht und Verboten möglich. Das ist kontraproduktiv, denn die Unterstützung der Bevölkerung für weitergehende Massnahmen schwindet, wenn sich herausstellt, dass die ambitionierten Klimaziele nicht erreicht werden können. […] In diesem Sinne pocht der Gewerbeverband Basel-Stadt auf eine wirtschafts- und gesellschaftsverträgliche Umsetzung.» Das schreibt Daniel Schindler, Kommunikationsleiter des Gewerbeverbands.

IWB auf Kurs

Doch auch halbstaatliche Betriebe wie die IWB werden mit dem klaren Ja in die Pflicht genommen. Besonders beim Ausbau des Fernwärmenetzes gibt es grosses Potential. Laut Mediensprecher der IWB entspricht 2037 hier dem Fahrplan. «IWB wird das Fernwärmenetz in Basel-Stadt in den nächsten 15 Jahren massiv ausbauen», schreibt Reto Müller auf Anfrage.

Aber auch sonst würde sich die IWB versuchen, Emissionen zu senken. «Strom von IWB ist bereits seit etlichen Jahren zu 100% erneuerbar. Neben der Transformation der Wärmeversorgung engagiert sich IWB ebenfalls in der Elektrifizierung und somit Dekarbonisierung der Mobilität» so Reto Müller, Mediensprecher der IWB.

Erste konkrete Vorschläge der Gegner

Natürlich sind aber auch die Parteien, die das Klimaziel unterstützt haben, gefordert, nun griffige Vorschläge zu bringen. Das einzige, das nämlich bis jetzt kam, ist eine Motion, welche die Regierung auffordert, bis zum nächsten Jahr eine Klimastrategie mit ersten Massnahmen vorzulegen.

Der erste Konkrete Vorschlag zur Reduktion von Emissionen ist heute erstaunlicherweise von der LDP gekommen, die das Klimaziel bekämpft hat. Die Riehenerin Nicole Strahm-Lavanchy bittet die Regierung in einer Interpellation, Gemeinschafts-Wärmepumpen in Gebieten zu prüfen, welche nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können.

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