Diese Filme mit Bezug zu Basel musst du sehen. (Bilder: Keystone/Montage: Telebasel)
Basel

Von der «HD-Soldat Läppli»-Reihe bis «Der Steppenwolf»

Ein gutmütiger, tollpatschiger Soldat, ein von Zerrissenheit getriebener Mann und ein Kinderchor: Das sind die besten Filme mit Bezug zu Basel.

Die «HD-Soldat Läppli»-Reihe (1954 bis 1961)

Wer kennt ihn nicht? Den HD-Soldaten Läppli, die Paraderolle des Basler Schauspielers Alfred Rasser. 1945 erfand Rasser den gutmütigen, tollpatschigen Soldaten Theophil Läppli. Typisch für Läppli ist die hohe, nasale Stimme mit dem stark ausgeprägten baseldeutschen Dialekt.

Die riesigen Erfolge der Figur auf den Schweizer Theaterbühnen führte zu drei Verfilmungen: «Läppli am Zoll» (1954), «HD-Soldat Läppli» (1959) und «Demokrat Läppli» (1961).

Ein Ausschnitt aus dem Film «Läppli am Zoll»:

(Video: Youtube/misterquinn)

Nach dem Tod von Alfred Rasser schlüpfte sein Sohn Roland Rasser in die Rolle von Läppli. Der Basler Schauspieler Gilles Tschudi spielte 2019 im Theaterstück «HD-Soldat Läppli» im Theater Fauteuil den berühmten Soldaten.

«Der Steppenwolf» (1974)

Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Literaturnobelpreisträgers Hermann Hesse aus dem Jahr 1927 wurde der Film «Der Steppenwolf» an diversen Schauplätzen in Basel, so auch im Innenhof des Rathauses und am Kleinbasler Rheinufer, sowie in Hamburg in einem Studio gedreht. Auch die Basler Fasnacht «spielt» in der Verfilmung eine Rolle.

Der Protagonist Harry Haller, gespielt von Max von Sydow, leidet an seiner Zerrissenheit. Hin- und Hergerissen zwischen der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Liebe und Harmonie sowie dem Drang nach Freiheit und der Verachtung allen Normalem gerät er immer mehr in eine existenzielle Krise. Dann lernt er Hermine kenne, welche ihm lehrt zu leben und ihm das Magische Theater, ein Seelenspiegel, vorstellt.

Der Trailer zu «Der Steppenwolf»:

(Video: Youtube/safvio)

«Du mich auch» (1986)

Mit «Du mich auch» startete der Basler Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Dani Levy seine internationale Filmkarriere. Zusammen mit Anja Franke, seiner damaligen Lebensgefährtin, und Helmut Berger führte der heute 65-Jährige Regie. Das ehemalige Paar verkörperte zudem die Hauptrollen als Romeo und Julia. Wie die Namen der Hauptfiguren erahnen lassen, ist «Du mich auch» eine an William Shakespeares Tragödie «Romeo und Julia» angelehnte Verfilmung.

Der Trailer zu «Du mich auch»:

(Video: Vimeo/Filmgalerie 451)

«Hell» (2011)

«Hell» ist das Spielfilmdebüt des Basler Regisseurs Tim Fehlbaum. Der Endzeit-Thriller spielt in Deutschland im Jahr 2016. Die Sonnenstrahlung hat in den vergangenen Jahren derart zugenommen, sodass die Landschaften zur verdorrten, menschenleeren Einöden wurden. Sonnenstürme wüten. Ohne Sonnenschutz ist der Aufenthalt draussen lebensgefährlich. Nur wenige Menschen leben noch, Wasser und Benzin sind rar. Philipp (Lars Eidinger), Marie (Hannah Herzsprung) und die kleine Leonie (Lisa Vicari) kämpfen ums Überleben.

Der Trailer zu «Hell»:

(Video: Youtube/moviemaniacsDE)

«Ich lebe gern, ich sterbe gern» (1989)

Aids war in den 80er Jahren ein grosses Tabuthema. Im Dokumentarfilm «Ich lebe gern, ich sterbe gern» wird das Leben des Basler Fernsehjournalisten André Ratti (1935-1986) beleuchtet. Er war der erste Präsident der Aids-Hilfe Schweiz. Bei einer Pressekonferenz gab Ratti 1985 bekannt, dass er an Aids erkrankt war. Er setzte sich konsequent dafür ein, der tabuisierten Krankheit eine öffentliche Plattform zu bieten. «Ich lebe gern, ich sterbe gern» thematisiert Homosexualität, Aids und Sterben.

«Die Kinder des Monsieur Mathieu» (2004)

Der Basler Arthur Cohn produzierte den oscarprämierten Film «Die Kinder des Monsieur Mathieu» (Bester Filmsong und Bester fremdsprachiger Film) zusammen mit Jacques Perrin und Nicolas Mauvernay. Die französisch-schweizerische Produktion gehört in Frankreich zu den erfolgreichsten Filmen der 2000er-Jahre. Rund 8,5 Millionen Personen schauten sich den Film in den französischen Kinos an. Die Rollen der Kinder übernahmen allesamt Laien-Darsteller.

Der Film handelt von dem arbeitslosen Musiker Clément Mathieu, der in einem Internat für schwererziehbare Jungen einen Job als Aufseher übernimmt. Die im Internat herrschenden strengen Erziehungsmethoden, gefallen Monsieur Mathieu gar nicht. Er gründet einen Jungen-Chor, gegen den Willen des Internat-Direktors, und gewinnt so langsam das Vertrauen der Kinder.

Der Trailer zu «Die Kinder des Monsieur Mathieu»:

(Video: Youtube/TrailerTracker)

«Sommersprossen» (1968)

«Sommersprossen» ist ein deutsch-italienischer Thriller aus dem Jahr 1968 von und mit dem Basler Regisseur, Schauspieler Drehbuchautor und ehemaligen Theaterdirektor Helmut Förnbacher. Der Film wurde unter anderem in Basel und Muttenz gedreht. Förnbacher übernahm die Regie und verkörperte gleich selbst einer der Hauptdarsteller.

Von dem grossen internationalen Erfolg des Hollywood-Films «Bonnie und Clyde» liessen sich die Filmemacher rund um Förnbacher zu «Sommersprossen» inspirieren. Ausserdem dienten die wahren Begebenheiten um das deutsche Verbrecher-Duo Waldemar Velte und Kurt Sandweg Anfang/Mitte der 30er-Jahre als Inspiration. Die zwei Kriminellen verübten mehrere Banküberfälle in der Schweiz und Deutschland.

Der Trailer zu «Sommersprossen»:

(Video: Youtube/filmo)

Die «Kommissär Hunkeler»-Reihe

Kein Kommissar ist wohl mehr Basel als Peter Hunkeler, die Kommissär-Figur in der «Hunkeler»-Reihe des Basler Schriftstellers Hansjörg Schneider. Ein sturer Charakter mit unendlichem Drang, der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

Mathias Gnädiger (1941-2015) verkörpert in sechs Verfilmungen den bekannten Kommissär: «Hunkeler – Das Paar im Kahn» (2004), «Hunkeler – Tod einer Ärztin» (2004), «Hunkeler macht Sachen» (2007), «Hunkeler und der Fall Livius» (2009), «Silberkiesel – Hunkeler tritt ab» (2011) und «Hunkeler und der Fall Ödipus» (2012).

Ein Ausschnitt aus «Hunkeler macht Sachen»:

(Video: Youtube/Robin Salzmann)

«Spalebärg 77a» (1957)

Der Kurzfilm «Spalebärg 77a» war eigentlich ein Werbe-Kurzfilm für ein Waschmittel. Der Film wurde nach der Vorlage der beliebten Radiosendung «Spalebärg 77a» frei gestaltet. Der berühmte Schweizer Regisseur Kurt Früh führte Regie.

Alice Ehrsam trifft im Zug auf Alfons Birmann. Sie treffen sich wieder und mögen sich immer mehr. Doch sie wissen, dass daraus Probleme entstehen werden, weil der Vater von Alice in Birmanns Unternehmen als Buchhalter arbeitet. Dieser hofft seit Jahren auf eine Beförderung. Anstelle des Vaters von Alice wird jedoch der eigene Sohn Guschti befördert.

Der Kurzfilm «Spalebärg 77a»:

(Video: Youtube/misterquinn)

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