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Der Telebasel News-Beitrag vom 24. November 2022.
Basel

WM-Flaute in den Public Viewings

Am Sonntag begann in Katar die Fussball-Weltmeisterschaft. Der Ansturm in den Basler Public Viewings blieb bis jetzt grösstenteils aber aus.

Es ist Mittwochabend – kurz vor 17:00 Uhr. In wenigen Minuten beginnt das WM-Spiel zwischen Spanien und Costa Rica. Es ist dunkel und kalt – draussen regnet es. Wir befinden uns beim Public Viewing der Volta Bräu Bar. Ein riesiger Bildschirm, warme Decken und zwei Heizstrahler sollen zu einem gemütlichen Fussballabend einladen. Nur das wichtigste fehlt: Die Fussballfans. Vor Ort treffen wir gerade einmal zwei an. «Wir haben uns spontan entschlossen, den Match hier zu schauen», sagt Berkcan. Sein Kollege Brais wundert sich: «Ich dachte, es hat mehr Leute». Brais lacht und fügt hinzu: «Wir haben hier unser Private Viewing».

Das gleiche Bild treffen wir in der Fussball-Kulturbar Didi Offensiv an. Die Zuschauerzahl gegen 18:00 Uhr: fünf. Wir gehen weiter ins Mr. Pickwick Pub in der Steinenvorstadt. Hier hat es mehr Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Ansturm hält sich aber ebenfalls in Grenzen.

Schweizer Match läuft besser

Es ist kurz vor 11:00 Uhr. In wenigen Minuten beginnt die Partie zwischen der Schweiz und Kamerun. Wir gehen nochmals zu den gleichen Public Viewings. Bei der Volta Bräu Bar treffen wir das gleiche Bild wie am Vorabend an. Nur wenige Fans schauen hier das Spiel. «Ich wollte mir dieses nicht entgehen lassen», sagt Dominic. Auch sein Kollege Stefan macht heute eine längere Mittagspause, betont aber auch: «Die Anspielzeit um 11:00 Uhr ist sehr ungünstig».

Das Mr. Pickwick Pup ist ungefähr gleich gefüllt wie am Vorabend. Nur beim Fussballl-Lokal Didi Offensiv treffen wir ein komplett anderes Bild an. Der Raum ist vollgefüllt. Rund 50 Personen schauen zusammen den Schweizer-Match. Mit dem hohen Ansturm habe man allerdings gerechnet, sagt Co-Geschäftsführer Raphael Pfister: «Schweizer-Spiele sind bei uns immer beliebt». Er lacht und fügt hinzu: «Es herrscht eine gemütliche Morgenstimmung. Ich musste noch nie so viele Kaffees servieren».

«Die Knaller kommen erst noch»

Beunruhigt sind die Gastronomen allerdings nicht. Dass der Ansturm am Anfang ausbleibt, sei normal. Bei den Weltmeisterschaften und Europameisterschaften der letzten Jahre war es ähnlich. «In den früheren Jahren lief sicherlich ein wenig mehr. Auch wettertechnisch, da es im Sommer viel wärmer ist», sagt Jonas Gass, Betriebsleiter der Volta Bräu Bar.

Besonders beliebt seien die Public Viewings erfahrungsgemäss erst ab den Achtelfinals. «Die Knaller kommen erst noch», sagt Gass. Dann könne auch gesagt werden, wie viele Leute effektiv auf die WM in Katar verzichten.

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