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Der Telebasel News Beitrag vom 24. November 2022.
Basel

-minu: «Ich möchte die Leute aufrütteln»

Promis verteilen Suppe gegen Armut: Die Stiftung Schweizer Tafel organisiert dieses Jahr den 19. Suppentag in verschiedenen Städten – auch in Basel.

In verschiedenen Schweizer Städten wird wieder angepackt: Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kultur und Wirtschaft schöpfen Suppe für den guten Zweck. Der jährliche Suppentag gilt als grösster und wichtigster Spendenanlass der Schweizer Tafel. Auch in diesem Jahr wurden wieder Anlässe draussen auf der Strasse und in den Kantinen und Restaurants der Partner geplant.

Seit Jahren dabei ist auch der ehemalige FCB-Stürmer Marco Streller. Für ihn ist der Suppentag ein Herzensprojekt. Häufig würde die Bevölkerung bei Armut an Länder aus ärmeren Kontinenten denken. «Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir vor der eigenen Haustüre Armut erfahren. Die Schweizer Tafel kümmert sich um diese Menschen», so Streller. Für den ehemaligen Fussballspieler ist es selbstverständlich, dass er tatkräftig mit anpackt und Gerstensuppe verteilt.

Direkt neben ihm steht der Theater Basel Direktor Benedikt von Peter. Bei ihm gibt es eine leckere Minestrone-Suppe. Auch er musste nicht lange überlegen und war sofort mit dabei. «Charity, weil es eine gute Aktion und Armut ein wichtiges Thema ist», begründet er seine Teilnahme.

Zeichen gegen Armut setzen

Die Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements Stephanie Eymann war ebenfalls vor Ort, um ein Zeichen gegen die Armut zu setzen. «Armut gibt es auch bei uns immer noch. Wenn wir einen kleinen Beitrag leisten und die Menschen motivieren können, Geld für eine leckere Suppe zu spenden, dann ist es das wert, hier am Suppentopf zu stehen.»

Die Aktion geht auch dem Basler Stadt-Original -minu unter die Haut. Ihm ist es wichtig, die Menschen darauf zu sensibilisieren, dass es auch in der Schweiz armutsbetroffene Menschen gibt. «Ich mache mit, um die Menschen aufzuwecken. Ihnen zu zeigen: Hey, uns geht es vielleicht nicht mehr ganz so gut wie früher, aber es geht uns immer noch sehr gut», so -minu. Deswegen sei es auch wichtig, dass alle ein bisschen von ihrem Glück abgeben und teilen.

Wichtigster Fundraiser

Die Präsidentin der Schweizer Tafel war ebenfalls vor Ort. Sie sorgte dafür, dass die hungrigen Passanten den Weg zur Aktion fanden. Denn diese fand in diesem Jahr im Provisorium Lago 105, in der ehemaligen Hauptpost-Passage statt. Der Suppentag sei seit Jahren der wichtigste Fundraiser, so Sandra Locher. «Einerseits, um auf die Schweizer Tafel aufmerksam zu machen und zweitens, um Spenden reinzuholen, mit denen wir die Schweizer Tafel finanziell unterstützen können.»

Ein Grossteil der Suppen wird übrigens aus geretteten Lebensmitteln zubereitet. Die Aktion läuft am Donnerstag, 24. November 2022, von 11:30 bis 21 Uhr.

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