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Der Telebasel Talk vom 23. November 2022.
Basel

38-Stundenwoche für Basler Kantonsangestellte?

Die SP fordert die 38-Stundenwoche für Kantonsangestellte. Auch bürgerliche Grossräte haben die Motion unterschrieben. Im Talk: SP-Grossrätin Michela Seggiani.

Heute arbeiten die Angestellten des Kantons Basel-Stadt bei einem 100 Prozentpensum 42 Stunden pro Woche. Dies sei nicht mehr zeitgemäss, findet SP-Grossrat Pascal Pfister. In einer Motion fordert er die 38-Stundenwoche bei vollem Lohn. Seinen Vorstoss haben nicht nur SP-Genossinnen und -Genossen oder die Basta-Politikerin Tonja Zürcher unterzeichnet, sondern auch die GLP-Grossräte Johannes Sieber und Bülent Pekerman sowie SVP-Grossrat Felix Wehrli. GLP und SVP sind nicht dafür bekannt, dem Staat oder seinen Angestellten Geschenke zu machen. Ihre Fraktionen dürften zusammen mit LDP, FDP und Mitte den Vorstoss abwehren wollen.

«Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben»

Begründet wird der Vorstoss mit dem gegenwärtigen Fachkräftemangel, der dazu führe, dass Firmen «händeringend» nach Personal suchten. Da müsse der Kanton «konkurrenzfähig» gegenüber Roche, Novartis und Co. bleiben: «Immer mehr Arbeitnehmende suchen eine gesunde Work-Life-Balance, z.B. mehr Zeit mit ihrer Familie. Um als Arbeitgeber diesbezüglich konkurrenzfähig zu sein, d.h. um qualifizierte Mitarbeitende zu halten aber auch um
neue zu gewinnen, ist heute eine Reduktion auf 38 Stunden notwendig. Nur die Reduktion auf 38 Stunden pro Woche ist eine echte Entlastung für die Mitarbeitenden und fördert, zum Beispiel, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.» Dabei sein eine flexible Ausgestaltung der Arbeitszeitreduktion «zwingend».

Wie viel das den Staatshaushalt kostet, steht nicht im Vorstoss. Die BZ errechnete 134 Millionen Franken, davon ausgehend, dass die fehlenden Stunden von zusätzlichem Personal kompensiert werden müsste, das eigens neu angestellt wird.

3 Kommentare

  1. Meine lieben Basler KollegInnen

    Eine 38 Stunden Woche wäre super.
    Über alle Industrien hinweg, da bin bei euch!

    Aber wie will man dies bei der Polizei durchsetzen???

    Da deutlich über 100 Vollzeitstellen fehlen, machen die wenig Übriggebliebenen 100e von Überstunden die sie dann ungewollt abbauen müssen! Und jtz sollen sie eine 38 Stunden Woche kriegen und noch mehr Überstunden aufschreiben, die sie dann sowieso nicht loswerden.

    Das ist wirklich lächerlich.
    Können wir zuerst die prekärsten Probleme zuerst lösen und uns dann um Zukunftsthemen kümmern, diese laufen uns nicht davon. Die Polizistenkollegen schon.

    Gruss vom linken Djuro :*Report

  2. Warum nur für Kantonsangestellte? In so gut wie jedem Beruf ist ein Mangel an Fachkräften zu finden. Egal ob Detailhandel oder auf der Baustelle. Also warum genau sollten nur die Bürositzenden, die eh schon sehr gut bezahlt sind mehr geld erhalten. Auch z.B. Pflegepersonal und Mechaniker haben einen schweren Job und werden wahrscheinlich deutlich schlechter bezahlt. Find ich etwas unfair. Die Interviewte soll doch einfach auf die Frage eingehen anstelle von Krankenkasse zu reden. Naja, guter Beitrag von Telebasel aber schwachsinn was die Politikerin erzählt. (Meine Meinung)Report

  3. weiss die gute Dame, dass es Menschen, wie z.Bsp. das Verkaufspersonal, gibt, die eine 43-Stunde-Woche zu einem Lohn von knapp 4’200 Brutto haben!

    findet sie das fair?Report

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