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OK-Präsident Thomas Weber spricht über das ESAF-Defizit. (Video: Telebasel)
Baselland

OK-Präsident Thomas Weber sucht Lösungen für ESAF-Defizit

Das ESAF Pratteln stellt ein Defizit von 2 bis 4 Millionen Franken in Aussicht. Nun versucht das OK um Präsident Thomas Weber Lösungen zu finden.

Telebasel: Herr Weber, das ESAF schreibt wahrscheinlich tiefrote Zahlen. Wie wollen Sie dieses finanzielle Loch stopfen? Muss der Steuerzahler dafür aufkommen?

Thomas Weber: Im Moment versuchen wir, eine ausgeglichene Rechnung hinzubekommen. In gemeinsamer Anstrengungen mit allen Beteiligten, die vom Fest profitieren konnten. Letztlich ist auch die Region in Form des Kantons eine Ansprechperson.

Der Kanton erteilte keine Defizitgarantie. Sie schliessen aber nicht aus, dass Sie Kantonsgelder anfordern werden, um das Loch in der Kasse zu stopfen. Welche Argumente gibt es dafür?

Die Region konnte vom ESAF sehr viel profitieren. Nach der Pandemie war es auch ein für den mentalen Bereich sehr wichtig. Man hatte ein ganz ein tolles Fest, dadurch verstärkte sich das Zusammengehörigkeitsgefühl. So auch die Marke Baselbiet als Tourismusdestination für Kurzferien. Vor allem im Entlebuch, aber auch in der gesamten Schweiz, weiss man jetzt, dass Pratteln im Baselbiet liegt und dass es das Baselbiet gibt. Das ist marketingtechnisch ein Vorteil. Bezüglich der Defizitgarantie haben wir uns im Vorfeld bewusst dagegen entscheiden, eine zu beantragen. Wenn Sie eine Defizitgarantie haben, ist es vor allem in einer Milizorganisation sehr schwierig, kostenbewusst zu planen. Wir haben uns gesagt, dass wir keinen Verlust machen dürfen und waren überzeugt, das wir das auch hinbekommen werden. Leider ist es uns bis jetzt nicht gelungen.

Die Meldung, dass das ESAF vermutlich Verlust machen wird, ist seit einem Tag bekannt. Haben Sie bereits Rückmeldungen von Dienstleister und Sponsoren erhalten? Oder haben Sie sogar bereits Erfolge in Gesprächen verzeichnen können?

Wir sind in ersten Gesprächen. Es soll eine Lösung geben, bei der alle fair behandelt werden. Seien es zusätzliche Sponsoren, seien es bisherige Sponsoren oder auch Kreditoren und Lieferanten. Wir konnten bereits von zwei namhaften Lieferanten mit Teilforderungsverzicht erste Absichtserklärungen in Gesprächen heraushören.

Dienstleister und Sponsoren sind in der momentanen Situation finanziell angeschlagen. Was für einen Tenor spüren Sie heraus?

Ich spüre eigentlich bei allen, dass sie von dem Fest wirklich begeistert waren und dass sie diesen Schwung mit Blick auf zukünftige Feste aufrecht erhalten wollen. Es gibt auch Sponsoren, die an verschiedenen ESAF dabei sind. Sie sehen durchaus ein, dass wir miteinander eine Lösung suchen wollen.

1 Kommentar

  1. ESAF Pratteln 2022! Ein paar Tage Volksfeststimmung und bester Schwingsport! 400’000 Zuschauer aber nix mit kleinem Gewinn! Riesenloch in der Kasse! Der OK-Präsident erklärt, dass zu wenig VIP-Tickets verkauft wurden! Dafür hatte das Baselbieter Kantonsparlament, freien Eintritt plus Verpflegung! Den freiwilligen HelferInnen versprach das OK einen Zustupf in die Vereinskasse! Vielleicht reicht es noch für einen «feuchten» Händedruck! Es darf davon ausgegangen werden, dass eine unabhängige Untersuchungskommission sich dieser Angelegenheit annehmen wird!Report

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