Die 32-jährige Taylor Swift bei den American Music Awards 2022. (Bild: Keystone)
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Taylor Swift bricht bei American Music Awards eigenen Rekord

Bei den 50. American Music Awards (AMAs) konnte Taylor Swift am Sonntagabend (Ortszeit) alle sechs Nominierungen in Trophäen verwandeln.

Damit erhöhte Swift ihre eigene Rekordmarke von 34 auf 40 Awards – sie ist zugleich die Musikerin mit den meisten AMA-Auszeichnungen in der Geschichte der Preisverleihung, noch vor Michael Jackson mit 26 Awards.

Die Amerikanerin nimmt ihre Auszeichnung entgegen. (Video: Youtube)

Nicht ganz so gut lief es für den meistnominierten Favoriten des Abends, Bad Bunny. Der Latin-Star gewann in nur zwei von acht möglichen Kategorien. Freude herrschte unterdessen bei Maneskin: Die italienischen ESC-Sieger aus dem Jahr 2021 konnten die Trophäe für den besten Rock-Song («Beggin») mit nach Hause nehmen, nachdem sie vergangenes Mal leer ausgegangen waren.

Moderiert wurde die dreistündige Zeremonie von US-Entertainer Wayne Brady. In wechselnd bunten Anzügen und vor einer Neon-Kulisse im Stil von «Miami Vice» führte der Comedian mit allerlei selbstironischen Gags und Gesangseinlagen durch den Abend. Er selbst wisse auch nicht so genau, wie er auf dieser Bühne gelandet sei. Die zentrale Botschaft laute jedenfalls: Sei einfach Du selbst.

Beschämte Lacher erntete Bradys Seitenhieb auf die jüngste Oscarverleihung, wo Hollywood-Star Will Smith seinem Schauspiel-Kollegen Chris Rock vor laufenden Kameras eine Ohrfeige verpasst hatte. «Hier wird heute niemand geklatscht», witzelte Brady.

Stellenweise wurde die Stimmung aber auch ernst. So gedachte der Moderator den Opfern einer Bluttat in einem bei Schwulen, Lesben und der Trans-Community populären Nachtclub in Colorado Springs. Dort hatte ein Schütze am Vortag 5 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Auch einige der Preisträger nutzten ihren Moment für Beileidsbekundungen. Dove Cameron, die als beste Newcomerin ausgezeichnet wurde, widmete ihren Preis der LGBTQ-Community. «Ich möchte alle daran erinnern, wie wichtig die Sichtbarkeit queerer Menschen ist», sagte die 26-Jährige in ihrer Dankesrede.

Für gemischte Reaktionen sorgte die Ehrung von Chris Brown als bester R&B-Künstler. Brown ist in der Vergangenheit schon häufiger wegen Gewalt gegen Frauen aufgefallen. «Beruhigt Euch», reagierte Sängerin Kelly Rowland auf Buhrufe aus dem Publikum, als sie den Preis an seiner Stelle entgegennahm.

Standing Ovations gab es hingegen für Sängerin Pink, die eine musikalische Zeitreise ins Jahr 1978 unternahm und mit Olivia Newton-Johns «Hopelessly devoted to you» der im August verstorbenen «Grease»-Schauspielerin Tribut zollte. Einen Überraschungsauftritt hatte Rapperin Cardi B. Sie schloss sich Glorilla bei der Performance ihres gemeinsamen Songs «Tomorrow 2» an.

Gleich zwei Klaviere wurden am Ende der Show zu Ehren von Lionel Richie auf die Bühne gerollt. Soullegende Stevie Wonder und Sänger Charlie Puth begeisterten im Duett mit einem Medley seiner berühmtesten Songs. Der 73-Jährige erhielt in diesem Jahr den «Icon Award» – seit der Musikpreis 1973 ins Leben gerufen wurde, war Lionel Richie als einziger Künstler in jeder der fünf Dekaden auf der AMA-Bühne vertreten.

Die American Music Awards gehören – neben beispielsweise den Grammys – zu den wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikbranche. Sie werden in Sparten wie Pop, Country, Hip-Hop, Rock und R&B vergeben. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker, über die Gewinner können Fans im Internet abstimmen.

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