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Der Telebasel News Beitrag vom 18. November 2022.
Baselland

Windkraftwerk kommt noch einmal vors Volk

Im Juni 2021 wurde das Windradprojekt von der Gemeindeversammlung versenkt. Jetzt kommt es noch einmal auf die Traktandenliste. Dank engagierter SchülerInnen.

Zu laut, zu hässlich, zu gefährlich für Vögel – mit solchen Argumenten erlitt das Windradprojekt im Frühling 2021 noch Schiffbruch. Es wäre das erste Windrad im Baselbiet gewesen. Doch an der kommenden Gemeindeversammlung vom 13. Dezember kommt es noch einmal zur Sprache.

Die Gegner von damals sind alles andere als erfreut über diese Entwicklung. Dass der demokratische Entscheid einer Gemeindeversammlung wiederaufgenommen wird und es erneut zu einer Abstimmung kommt, sei nicht in Ordnung, sagt SVP-Landrätin Anita Biedert.

Eine Aktion von Gym-Schülerinnen

Ganz anders stellt sich das für den 19-jährigen Präsidenten der Schülerinnen- und Schülerorganisation des Gymnasium Muttenz dar. Umut Gökbas hatte nach dem Nein der Gemeindeversammlung innert kurzer Zeit rund 190 Unterschriften gesammelt, um das Projekt Windrad wiederzubeleben. Er ist auch klar der Ansicht, dass insbesondere das Argument «das Windrad sei zu laut», nicht zutreffend sei.

Schützenhilfe erhielt Gökbas von den Grünliberalen. Diese halfen ihm, einen entsprechenden Antrag zu verfassen, der auch von Grünen und der SP mitunterzeichnet wurde. Damit kommt das Geschäft noch einmal in die Gemeindeversammlung. Gökbas, der früher weder politisch aktiv war oder an Klimastreiks teilgenommen hat, ist heute Mitglied der Grünliberalen und präsidiert die Jungsektion der Partei.

Die Frage der Zulässigkeit

Aber ist es überhaupt zulässig, dasselbe Geschäft nach so kurzer Zeit noch einmal zur Abstimmung zu bringen? Ja, sagt der zuständige Gemeinderat Thomi Jourdan. Die Ausgangslag sei eine andere als damals: Die Diskussion um die Strommangellage macht deutlich, dass das Thema lokale Energieproduktion nicht nur wegen des Klima wichtig ist. Es geht ganz einfach auch um Versorgungssicherheit. Das ist entscheidend für unsere Wirtschaft und damit für unser Wohlstand».

Um das Windrad bauen zu können, muss die Gemeinde im Dezember einer Umzonung zustimmen. Hinter dem Projekt steht die Baselbieter Energieversorgerin Primeo.

4 Kommentare

  1. Es ist auch kaum zu glauben. Es wurde ganz klar abgestimmt mit nein. Es ist eine Frechheit das Ganze wieder aufzurollen nur weil wieder jemand Geld verdienen will.Report

  2. Es ist sehr wohl zu laut. Es entsteht Infraschall, kilometerlange windwirbel, die das land austrocknen, die Rotorblätter sind nicht recykelbar und werden vergraben, ein ginantisches Fundament mit tausenden tonnen beton und stahl, Vögel u Insekten werden getötet. All das ist kekannt, ausser den VerbohrtenReport

  3. Wie recht auf Biedert hat Dazu kommt dass darüber schon abgestimmt wurde mit Handfesten Gründen. Der Gokbas scheint uneinsichtig zu sein und versteht nicht warum man dies richtiger weise abgelehnt hat. Wie Egoistisch muss man sein um so etwas nochmal aufzunehmen ? Es ist zu laut und die Zugvögel leiden darunter. Der Abbau ist auch noch immer nicht gegeben. Das Landschaftsbild erleidet großen Schaden. Es gibt grosse Auslagen und Kosten, etc. Aber ich denke Jung keine Erfahrung und grün hinter den Ohren. Solch ein aufrollen ist überflüssig und unnötig.Report

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