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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. November 2022
Basel

Partys und Tanzflächen statt Gottesdienste

Reformierte Kirchen werden vermehrt in Kulturzentren umgewandelt. Dies mit dem Ziel, jüngere Menschen anzulocken und ein «Kirchensterben» zu verhindern.

In der Pauluskirche werden seit Ende September keine klassischen Gottesdienste mehr durchgeführt. Stattdessen sind Tanzabende, Theaterstücke und Konzerte Teil des Programms. «Die Pauluskirche ist neu keine klassische Kirche mehr, so wie man sie von früher kennt», erklärt David Rossel, Leiter der Kulturkirche Paulus.

Sein Verein leitet neu das Programm in der Pauluskirche. Zuständig dafür war zuvor die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt. «Wir möchten die Pauluskirche in eine Zukunft führen, die für alle Quartierbewohnenden sowie für alle ausserhalb der Stadt attraktiv ist», so Rossel. Der Ort soll vor allem «zum Verweilen» einladen.

Für Gottesdienste fehlt das Geld

Die Pauluskirche ist nicht die einzige Kirche im Kanton, in der nicht mehr regelmässig gebetet wird. Sechs Kirchen der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (ERK) wurden in den letzten Jahren an Stiftungen und Trägervereine vermietet. «Ein Teil ist mit dem Mitgliederrückgang zu begründen. Ein anderer Teil mit den Finanzen der Kirche», erklärt Stephan Maurer, Mitglied des Kirchenrats der ERK.

Trotz des jährlichen Rückgangs an Kirchenmitgliedern können die Kirchen dadurch weiterhin genutzt werden. Leerstehende Kirchen wären für die ERK «das Schlimmste», betont Maurer.

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