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Der Telebasel Newsbeitrag vom 12. November 2022.
Basel

Neue Dialektkomödie geht an die Niere

«Die Niere» heisst die neue Dialektkomödie im Fauteuil. Dabei dreht sich alles um die Frage: Würde ich meinen Liebsten eine Niere spenden?

Eines Abends bekommt Salomé (Sarah Spale) von ihrem Arzt die Nachricht, dass sie eine neue Niere braucht. Zufälligerweise besitzt ihr Ehemann, der erfolgreiche Arichtekt Etienne (Gilles Tschudi), die gleiche Blutgruppe und hat auch noch beide Nieren. Etienne wäre zwar ein potenzieller Spender, aber er ist mit dem Gedanken völlig überfordert und hadert mit der Entscheidung. Als sich dann der gemeinsame Freund Roman (Roland Herrmann) ohne zu zögern als Spender zur Verfügung stellt, bricht das Chaos aus. Dessen Frau, die Zürcherin Jenny (Isabel Florido), hält von dieser Idee nämlich herzlich wenig.

Die Niere stammt ursprünglich aus der Feder des österreichischen Theaterautors Stefan Vögel. Für das Basler Publikum im Fauteuil wurde von Walter Loeliger und Domo Löw nicht nur der Dialekt angepasst, sondern es gibt am Laufmeter Anspielungen auf unsere Region. So möchte zum Beispiel Etienne nicht, dass seine Frau eine Baselbieter Niere überkommt. Sein Freund Roman, der als Spender zur Verfügung stehen würde, kommt aber von Gelterkinden.

Ernstes Thema witzig präsentiert

Mit viel Wortwitz, gelegentlichen Gesangseinlagen und unerwarteten Wendungen konnte «Die Niere» das Premierenpublikum in Basel vollends überzeugen. Dabei verliert das Stück auch nie den ernsten Unterton. Organtransplantationen sind schlussendlich eine heikle Angelegenheit auch geprägt von politischen Entscheiden.

Nach der Vorstellung bleibt aber vor allem eine Frage hängen: «Würde ich meinen Liebsten eine Niere spenden?». Wer Denkanstoss braucht, um diese Frage zu beantworten, sollte «Die Niere» besuchen. Die Dialektkömödie wird noch bis Ende Jahr fast täglich im Fauteuil aufgeführt.

2 Kommentare

  1. Es ist für beide seiten nicht leicht.
    Für die Person welche eine Niere benötigt ist es ganz schwer, in der Familie nachzufragen, ob jemand bereit ist, eine Niere zu spenden.
    Für die Person(en), welche gefragt werden ist die Entscheidung auch nicht leicht.
    Jeder und jede muss sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.
    Ich jedenfalls bin meiner gesamten Familie dankbar, denn alle wollten mir eine Niere spenden. Schlussendlich nachdem alle getestet worden sind, bekam ich von meiner geliebten Mutter eine Niere gespendet.
    Heute, es sind sage und schreibe schon 29 Jahre her, ist alles immer noch gut. Meine Mutter lebt noch, sie ist 88, mir geht es auch gut, ich bin 63.
    Tausend Dank liebe Mama. ❤🥰😘🙏Report

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