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Fühlt sich fit fürs Amt als Bundesrätin: SP-Politikerin Eva Herzog. (Video: Telebasel)
Basel

Eva Herzog: «Mein Alter ist kein Charakterfehler»

Sie wird als Favoritin für das Bundesrats-Amt gehandelt. Im Talk sprach Eva Herzog über ihren Entschluss, ihre Erfahrung als Politikerin und ihr Alter.

Eva Herzog hat den Entschluss gefasst: Sie will den Sitz von Simonetta Sommaruga im Bundesrat. Mit dem Amt liebäugelt die 60-jährige Basler Ständerätin schon länger. Schon vor zwölf Jahren ist sie als Bundesratskandidatin angetreten, unterlag damals aber in der parteiinternen Nomination gegen Sommaruga.

«Das spannendste politische Amt»

Mit dem überraschenden Abgang von Simonetta Sommaruga ist die Chance nun plötzlich wieder da – und damit drängte sich bei Eva Herzog die Frage nach einer Kandidatur auf. Am Donnerstag machte sie ihren Entscheid publik und ist nun offiziell im Rennen um den die Nachfolge Sommarugas. «Ich wollte einen rationalen Entscheid treffen», sagte Eva Herzog am Donnerstag im Telebasel Talk. Der Weg zur Kandidatur sei ein Abwägen gewesen. «Für mich ist es das spannendste politische Amt in der Schweiz. Dazu kommt aber auch, dass man noch stärker in der Öffentlichkeit steht und damit noch mehr persönliche Freiheit verliert», so die Basler Ständerätin. Auch ihr Umfeld habe sie dazu ermutigt, für das Amt als Bundesrätin ins Rennen zu gehen.

Viel Erfahrung in der Exekutive hat die frühere Finanzdirektorin bereits im Sack. Entsprechend konkret sind ihre Vorstellungen davon, was mit dem möglichen Bundesrats-Amt auf sie zukommen könnte. Dass die politische Ausgangslage auf Bundesebene eine andere ist als in Basel-Stadt, dem ist sich Eva Herzog bewusst. «Sobald man im Departement erarbeitete Resultate vor den Bundesrat trägt und eine Mehrheit finden will, wird es für mich schwieriger werden als im Grossen Rat, da wir politisch andere Mehrheiten haben», erklärt Herzog. Doch es sind gerade diese Herausforderungen, welche das Amt für sie so reizvoll machen. «Genau das ist die spannende politische Arbeit. Es ist die Verbindung zwischen dem Operativen und dem politischen Aushandeln.»

Herzog fühlt sich fit

Ein Thema, welches rund ums KandidatInnen-Karussell immer wieder aufgeworfen wird, ist Eva Herzogs Alter. Zu alt fürs Bundesrats-Amt fühlt sich die Historikerin aber nicht. «Ich weiss ja, dass ich 60 Jahre alt bin, das ist ja kein persönlicher Charakterfehler», sagt sie im Talk. Doch jene Stimmen, welche ihr die Favoritinnen-Rolle erteilen und sie als fähig wahrnehmen, hätten für sie mehr Gewicht. «Wenn man Mitte 40 ist, hat man natürlich eine andere Ausgangslange. Letztlich wird es ein Abwägen der Bundesversammlung sein, ob sie mir das zutrauen.»

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