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Der Telebasel News-Beitrag vom 4. November 2022.
Basel

Esther Keller: «Wir müssen uns verstärken»

Immer mehr unbearbeitete Gesuche sammeln sich beim Bauinspektorat. Darunter leidet die Bauwirtschaft. Jetzt will der Kanton handeln.

Die Akten türmen sich im Bau- und Gastgewerbeinspektorat Kanton Basel-Stadt. Bei einem Drittel der Aufträge kann die gesetzlich vorgegebene Dauer von drei Monaten nicht eingehalten werden. Der Grund: Die Behörde ist massiv unterbesetzt. Der Kanton hat das Problem erkannt und will sich in Zukunft verstärken.

Dünn besetztes Bauinspektorat

Von einem Team von sieben Leuten sind innert kürzester Zeit vier ausgefallen. Zwei haben gekündigt, zwei wurden krankgeschrieben. Die Arbeit bleibt an den restlichen drei Personen hängen. Mehr als die Hälfte des Teams muss ersetzt werden – und das wirft Fragen auf.

Luzia Wigger Stein führt das Amt seit 15 Jahren. Sie erklärt: «Ich denke, es ist ein Stück weit einfach auch Zufall, ein Pech, das hier stattgefunden hat. Was man auch sehen muss: Wenn man Abgänge hat, ist die grosse Arbeitslast verteilt auf weniger Leute und es gibt eine grosse Belastung auf die verbleibenden Leute.»

Der Dossierstau trifft die Bauwirtschaft empfindlich. Statt drei Monaten dauert es zum Teil sechs Monate oder noch länger, bis eine Bewilligung erteilt wird. Das führt in der Branche zu Verzögerungen. So auch beim Unternehmen von Andy Meyer, der Emil Landsrath AG in Aesch. Investoren seien auf Planungssicherheit angewiesen. «Wenn sich ein Projekt aufgrund der Bewilligungen verzögert, könnte es im schlimmsten Fall sogar abgesagt werden», so Meyer.

Kanton will sich langfristig verstärken

Der Kanton musste reagieren und hat zwei offene Stellen neu besetzt. Einfach sei dies nicht gewesen, sagt Regierungsrätin Esther Keller (GLP): «Wir merken überall, dass wir auf Stellenbeschriebe, bei denen wir früher 50 bis 100 Bewerbungen erhalten haben, heute noch fünf oder zehn erhalten.»

Trotz Fachkräftemangel soll das Team erweitert werden: «Wir sehen auch, dass wir im Vergleich zu anderen Regionen weniger Bauinspektoren haben. Man muss sich vorstellen, das sind sieben Bauinspektorinnen, sieben Bauinspektoren für den ganzen Kanton. Das ist sehr sehr wenig und dann wird es eben heikel, wenn Leute kündigen, wenn Leute krank sind und hier müssen wir uns verstärken», so Keller.

Ein Anfang ist gemacht – angesichts des Fachkräftemangels dürfte die Umsetzung jedoch nicht ganz so einfach sein.

2 Kommentare

  1. Oh in dem Fall gibts noch mehr Baustellen 😆ach ja Frau Keller reicht den der Ex Regierungsrat und wieder Angestellte Herr Wessel nicht 😆Report

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