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Die Bauarbeiter demonstrieren in Basel lautstark für einen besseren Mantelvertrag. (Video: Keystone)
Basel

Bauarbeiter fordern mit lautstarkem Protest besseren Vertrag

700 Bauarbeiter demonstrieren in Basel für eine Verbesserungen ihres Vertrags. Die Unia und Syna werfen dem Baumeisterverband radikale Änderungswünsche vor.

Die Bauarbeiter haben sich heute Dienstag kurz nach 11 Uhr auf dem De Wette Park beim Bahnhof SBB versammelt. Sie tragen Transparente mit Aufschriften wie «Der Bau steht still» oder «Stopp Stundenklau» mit sich.

Viele von ihnen machen lautstark mit Trillerpfeifen auf ihren Ärger aufmerksam. Die Route führt die Bauarbeiter durch die Basler Innenstadt zum Theodorskirchplatz. Gemäss Mitteilung der Unia nehmen an der Basler Kundgebung über 1’000 Bauarbeiter teil. Über 400 Baustellen stehen still.

Basel ist der dritte Halt der landesweiten Protestwelle im Rahmen der Neuverhandlungen des Landesmantelvertrags auf dem Bau. Demonstrationen fanden bereits Mitte Oktober im Tessin und letzten Samstag im Wallis statt. Weitere Demonstrationen sind in der Romandie und in Zürich geplant. Laut Angaben der Gewerkschaften sind in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland und Aargau etwa 7’700 Personen dem Landesmantelvertrag unterstellt.

Vertrag läuft Ende Jahr aus

Der aktuelle Landesmantelvertrag, der für rund 80’000 Bauarbeiter gilt, läuft am 31. Dezember aus. Die letzte Verhandlungsrunde soll am 14. November stattfinden.

Die Baumeister würden eine Lohnerhöhung von der Bereitschaft der Bauarbeiter abhängig machen, teilten Unia und Syna weiter mit. Die Bauarbeiter sollten ihre Gesundheit und ihr Privatleben für eine Lohnerhöhung «verkaufen», die ihnen aufgrund der Teuerung sowieso zustehe.

Zudem würden die Baumeister altgediente Bauarbeiter in tiefere Lohnklassen einstufen und ihre Kündigungsfristen verkürzen wollen. Für die Bauarbeiter sei dieser Angriff au die Würde der älteren Kollegen inakzeptabel, heisst es weiter in der Mitteilung.

2 Kommentare

  1. Es ist überhaupt nicht in Ordnung wie man mit Bauarbeitern umgeht! Wird eine Straße gesperrt jammern wegen jeder Kleinigkeit die Anwohner. Auch sollte es auf biegen und brechen verboten werden, dass Sie am Samstag und Sonntag arbeiten müssen. Die Bezahlung ist im Verhältnis sehr schlecht! Die Gesundheit hat riessen Mängel. Es bringt auch nichts wenn es SUVA Regelung gibt die weder Kontrolliert noch umgesetzt werden kann. Auch sollten Sie mit Fünfundfünfzig in die Pension gehen können. Wie soll man im hohen Alter auch noch solche Arbeiten verrichten können ? Recht haben Sie !Report

  2. Da wird über Fachkräftemangel gejammert und zugleich werden die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert. Dies passt wie die Faust aufs Auge. Vor lauter Gier werden Aufträge angenommen, die man mit dem Fussvolk gar nicht bewältigen kann. Flexibilität am besten rund um die Uhr…Junge sei schlau arbeite nicht auf dem Bau! Die Gesundheit geht kaputt dabei…Wenn du älter bist und nicht mehr so viel leisten kannst, wird dir der Lohn gekürzt…Wirklich glänzende Zukunftsaussichten! Übrigens ich weiss von was ich schreibe habe selber 12 Jahre auf dem Bau gearbeitet! Lasst euch eure Häuser von Sklaven bauen!Report

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