Der zweite Finalist der Swiss Indoors heisst Holger Rune. (Bild: Keystone)
Basel

Auger-Aliassime und Rune stehen im Final

Der Kanadier Félix Auger-Aliassime deklassiert im ersten Halbfinal Carlos Alcaraz 6:3, 6:2. Im Final trifft er auf den dänischen Teenager Holger Rune.

Félix Auger-Aliassime ist in der Halle in diesen Wochen das Mass aller Dinge. Der 22-jährige Kanadier bezwang am Laver Cup Novak Djokovic und gewann danach die ATP-Turniere in Florenz und Antwerpen. Nun scheint er auch in Basel nicht zu stoppen zu sein.

Der zuvor ebenfalls überzeugende Carlos Alcaraz stand im Halbfinal auf verlorenem Posten. Trotz seiner vielen Spiele – nun 12 Siege in den letzten 18 Tagen – wirkte Auger-Aliassime frischer. Vor allem kann er sich in der St. Jakobshalle auf einen grandiosen Aufschlag verlassen. Er hat mittlerweile seit dem Viertelfinal in Antwerpen kein Aufschlagspiel mehr verloren.

Nahe der Perfektion

Auger-Aliassime verlor zwar am Mittwoch seinen ersten Satz in Basel gegen den Schweizer Marc-Andrea Hüsler, musste aber erst im allerletzten Game gegen Alcaraz seinen ersten Breakball abwehren. Das tat er souverän und feierte nach nur 1:22 Stunden im dritten Duell seinen dritten Sieg gegen Alcaraz.

«Bis jetzt ist das sehr nahe an einer perfekten Woche», freute sich der Kanadier. «Ich spielte gegen den besten Spieler der Welt grossartig, jetzt hoffe ich, dass ich dies auch zu Ende bringen kann.» Diesen letzten Schritt wird er gegen den noch drei Jahre jüngeren Holger Rune (ATP 25) machen müssen.

Der 19-Jährige setzte sich in zwei Tiebreaks gegen den als Nummer 6 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut durch, der im Viertelfinal den letzten Schweizer Stan Wawrinka ausgebootet hatte. Im zweiten Satz wehrte Rune alle sieben Breakchancen sowie vier Satzbälle ab.

Im Jahr 1 nach dem Rücktritt von Roger Federer, der die letzten drei Ausgaben der Swiss Indoors von 2017 bis 2019 gewonnen hatte, dominieren also die jungen Spieler. Auger-Aliassime und Rune, die zusammen mit Alcaraz die ATP-Tour auf viele Jahre hinaus prägen könnten, treffen erstmals aufeinander. Gerade Rune begeistert mit seinem spektakulären Spiel, auch in den wichtigen Momenten. Er schlug gegen den schnellen Spanier nicht weniger als 46 Winner.

Rune der jüngste Finalist seit 2000

Beide erfreuen sich einer glänzenden Form und haben in Basel ihren Service noch nie abgegeben. Auch der Däne gewann letzte Woche ein Turnier (in Stockholm) und hat von den letzten 14 Spielen nur eines – den Final in Sofia gegen den Schweizer Marc-Andrea Hüsler – verloren. Rune ist der erste Teenager in einem Basel-Final seit Federer im Jahr 2000 (Fünfsatz-Niederlage gegen Thomas Enqvist). Der letzte Champion, der noch keine 20 Jahre alt war, hiess Jim Courier (1989).

Rune, der noch vor zwölf Monaten die Nummer 121 war, steht in seinem vierten und grössten Final (bisher zwei Titel). Auger-Aliassime seinerseits gewann im Frühjahr bereits in Rotterdam ein Turnier der 500er-Kategorie. «Ich hoffe, dass meine Serie hält», meinte der Skandinavier verschmitzt, der in den Interviews wesentlich schüchterner wirkt als auf dem Platz.

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