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Der Telebasel News-Beitrag vom 24. Oktober 2022.
Basel

Erste Klimaschule in Basel-Stadt

Pflanzen, Solarpanels und ein Umdenken bei den Schülern: Das Wirtschaftsgymnasium will eine Klimaschule werden. Das vierjährige Projekt ist gestartet.

Die VelofahrerInnen des Wirtschaftsgymnasiums und der Wirtschaftsmittelschule Basel wurden am Montagmorgen mit einem Weggli von ihren Lehrern empfangen. Dies stellt die erste von vielen Aktionen dar, die im Rahmen des Projekts «Klimaschule» geplant wurden. Als erste Schule im Kanton Basel-Stadt will man den eigenen CO2-Fussabdruck langfristig senken.

Verantwortlich für das Projekt ist der gemeinnützige Verein My Blue Planet aus Winterthur. Schweizweit betreut er bisher 33 Schulen, fünf sind seit dem Sommer neu dazugekommen. Der Verein will die junge Generation für den Klimaschutz begeistern und motivieren. «Wir wollen den SchülerInnen möglichst viele Handlungsoptionen mitgeben, mit denen sie ihren Alltag nachhaltig gestalten können. Wir sehen die Schule als Vermittler, um diese Werte mitzugeben, sodass die Kinder auch später Sachen in ihrem eigenen Radius, indem sie sich bewegen, bewirken können», erläutert Ronja Karpf von My Blue Planet.

Solarpanels auf dem Schulhausdach

Das Thema Klimaschutz wird aber nicht nur im Unterricht behandelt werden. Die Schule will in den nächsten vier Jahren verschiedene Aktivitäten für die Umwelt umsetzen. Der Rektor Patrick Langloh möchte, dass die Schule unter anderem an Biodiversität gewinnt: «Einerseits haben wir hier aussen eine Anlage, die noch sehr viel Asphalt hat. Wir wollen diesen Asphalt aufbrechen und wollen dort nicht einfach nur einen Rasen setzen, sondern auch eine Bepflanzung haben, die Biodiversität ermöglicht. Das Zweite ist, dass wir ein frisch saniertes Schulhaus haben. Es ist angedacht, dass auch auf dem Schulhaus Solarpanels installiert werden.»

Klimaprojekte von SchülerInnen werden umgesetzt

Auch die SchülerInnen können selber Ideen einbringen. Mit dem Aktionstag «Impulse Day» ist das Projekt am Montag gestartet. Die ErstklässlerInnen entwickelten in der vorherigen Woche eigene Ideen für eine nachhaltigere Schule. Dafür erhielten sie Inputs von ExpertInnen – darunter waren beispielsweise VertreterInnen der Migros, von SwissRe oder von Swissrecycling. So auch Sara Dika und Raphael Hautle – die Erstklässlerin und der Erstklässler haben zusammen mit Pro Velo Basel ein Klimaprojekt entwickelt. «Unsere Idee war es, dass man die Schüler, die mit dem Velo in die Schule kommen, mit einem Punktesystem belohnt und dass man diese Punkte dann in Belohnungen einlösen kann», erklärt der 15-jährige Raphael Hautle.

Einige Schülerprojekte werden in den nächsten Jahren umgesetzt. Des Weiteren wird die Schule versuchen, weniger Plastik zu verwenden und weniger Abfall zu produzieren.

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