Mehr als 60 Prozent der für den Report befragten PolizistInnen schätzten Geldwäsche, Internetbetrug, Phishing und Ransomware als grosse oder sehr grosse Gefahr ein. (Symbolbild: Keystone)
International

Finanzstraftaten und Cybercrime besorgen Polizei weltweit am meisten

Polizeibeamte sehen derzeit nach einem Bericht von Interpol die Internetkriminalität und Finanzstraftaten weltweit als grösste Bedrohungen.

Die Internationalen Polizeiorganisation Interpol ist mit 195 Mitgliedsländern die wichtigste Polizeiorganisation der Welt. Am Mittwoch veröffentlichte die Behörde erstmals einen Bericht zu weltweiten Kriminalitätstrends.

«Die Kriminalitätstrends zu verstehen und ihnen zuvorzukommen, ist eine absolute Grundlage der Polizeiarbeit», zitierte Interpol ihren Generalsekretär Jürgen Stock. Der Report ist nicht öffentlich einsehbar. Er soll den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stehen.

Mehr als 60 Prozent der für den Report befragten Polizistinnen und Polizisten schätzten demnach Geldwäsche, Internetbetrug, Phishing und Ransomware als grosse oder sehr grosse Gefahr ein. Bei sogenannten Ransomware-Angriffen werden Computer von Schadprogrammen verschlüsselt und dadurch unbrauchbar gemacht. Phishing meint den Datenklau etwa mit gefälschten Webseiten oder Mails.

In Europa werden laut Bericht Onlinebetrug, Geldwäsche und der Handel mit synthetischen Drogen als grösste aktuelle Gefahren gesehen. Gut drei Viertel der Befragten gehe zudem davon aus, dass Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern im Internet in den nächsten drei bis fünf Jahren entschieden zunehmen werden.

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