Frösche bevölkern auch künstlich angelegte Teiche. (Bild: Keystone)
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Frösche fühlen sich auch in künstlichen Tümpeln wohl

Künstlich angelegte Teiche und Tümpel schaffen neue Lebensräume. Frösche, Kröten, Molche und Salamander bevölkern die Lebensräume und die Arten nehmen zu.

Amphibien bevölkern auch künstlich angelegte Tümpel. Das zeigt eine Studie mit Daten des Amphibien-Monitorings des Kantons Aargau.

Je grösser ein neu angelegter Teich war, desto höher war die Chance, dass er besiedelt wurde, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Dienstag mitteilte. Die Nähe zum Wald und zu anderen Teichen seien ebenfalls Kriterien, die eine Besiedelung förderten.

Das grossräumige Anlegen von neuen Teichen nütze den Amphibien. Die Daten der Studie stammen aus dem Aargau. Dort wurden in einem Zeitraum von 20 Jahren mehr als 400 neue Tümpel und Teiche angelegt.

Neue Wohnstube für Amphibien

Die Amphibien besiedelten die neuen Gewässer, und die Bestände von zehn der zwölf Arten nahmen bis 2019 zu. Seither überwacht der Aargau seine Amphibienbestände mit einem Monitoring-Programm entlang der fünf grossen Flusstäler.

Ein Grossteil der Frösche, Kröten, Molche und Salamander der Schweiz steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, wie die WSL festhält. Die Gründe für das Amphibiensterben seien der Verlust des Lebensraumes, eine tödliche Pilzerkrankung, Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sowie der Strassenverkehr und der Klimawandel.

Einige dieser Bedrohungen seien schwierig anzugehen. Gegen den Verlust des Lebensraumes gebe es eine einfache Lösung: Das Anlegen von Tümpeln und Teichen, in denen sich die Tiere fortpflanzen könnten. So erhöhe sich die Zahl der Nachkommen, und die Populationen seien dank der Dichte an Tümpeln in der Landschaft besser vernetzt, hält die WSL fest.

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