Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Oktober 2022.
Basel

«Etwas zu essen zu kriegen, ist das kleinste Problem»

Das Wetter lädt aktuell nicht dazu ein, draussen zu verweilen. Doch Obdachlosen bleibt keine Wahl. Einer davon ist der 71-jährige René aus Basel.

René (Name geändert) ist 71 Jahre alt und obdachlos. Weil er kein Dach über dem Kopf hat, ist er jeglicher Witterung ausgeliefert. Wir treffen René an einem regnerischen Freitag neben seinem gedeckten Unterstand in Riehen. «Für mich ist es schlimm, dass ich keinen gedeckten Ort habe, wo es auch ein WC gibt», sagt der 71-Jährige. Noch schlimmer sei es aber, wenn es stürmt: «dann merkt man erst, wie heftig die Natur ist. Man kann nur dasitzen und warten, bis es vorbei ist».

René kämpft auch mit für sein Alter typischen gesundheitlichen Beschwerden. Er hat Ödeme in den Beinen, Prostataprobleme und Mühe beim Gehen. Mit der medizinischen Versorgung in Basel ist er zufrieden, gibt aber auch fast die Hälfte seiner AHV für die Krankenkasse aus.

Medizinische Versorgung: Basel schneidet schlecht ab

Eine Studie der FHNW besagt, dass die medizinischen Angebote für Obdachlose in Basel im schweizweiten Städtevergleich am schlechtesten sind. 41,1 Prozent der Betroffenen sind unzufrieden damit. Zum Vergleich: In Zürich sind es halb so viele. Besser steht es in Basel um die Essensversorgung: Ganze 91 Prozent der Befragten sind damit zufrieden. René bestätigt das – das Essen sei das kleinste Problem, meint er.

Vor 12 Jahren wurde René von seinem damaligen Vermieter auf die Strasse gestellt. Seit diesem Zeitpunkt sucht der Glasbläser erfolglos nach einem günstigen Wohn-Atelier, «wo ich auch arbeiten und meine Ideen umsetzen kann, wenn die Muse da ist. Wo ich Musik hören kann, die mir gefällt und einfach leben kann», beschreibt René seinen bescheidenen Wunsch. Die Studie der FHNW schätzt, dass in Basel rund 46 Obdachlose leben.

12 Kommentare

  1. Die Zahlen für Basel sind nicht korrekt wiedergegeben.
    In der Studie ist von 46 Obdachlosen pro 100’000 Einwohner:innen über 18 die Rede.
    Das wären dann hochgerechnet in Basel 70-80 Menschen.
    Ausserdem sind da nur diejenigen beziffert, die draussen (sogenannte «rough sleepers») oder in der Notschlafstelle übernachten.
    Insgesamt sind beim Schwarzen Peter nach wie vor rund 300 Wohnungslose offiziell angemeldet – der grösste Teil davon nächtigt bei Kolleg:innen etc. auf wechselnden Sofas.Report

  2. Das macht mich unfasbar Trauig und gleichzeitig wütend was für Elend auf dieser Erde gibt 😭😢😭😢 Ich Möchte Lieber im Strahl Kotzen 🤢🤮🤢🤮 Kann man diesem Obdachlosen irgdwie helfen Wenns geht?!?!Report

  3. Es sollte sich jemand finden lassen, der ihm eine Wohnung stellt. Er könnte dann Ergänzungsleistungen beziehen. In BS wird für eine Einzelperson max. Fr 1370.00 inkl. NB bezahlt.Report

  4. Basel Stadt hat für Flüchtlinge Unerkünfte. Basel Stadt mietet Hotels an für irgendwelche dahergelaufenen Bettler aus aller Welt. Denen saniert man noch gratis die Zähne. Nur für die einheimischen armen hat man nichts übrich. Mir kommt das Kotzen. Zum glück lebe ich niocht mehr in diesem «Vorbild»-Kanton.Report

  5. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, dass unsere Obdachlosen nichts haben oder sich nichts leisten können, jedoch wird jedem Hergelaufenen eine Unterkunft und Sozialhilfe zur Verfügung gestellt. Was für eine Sauerei.Report

  6. Man kann es veröffentlichen. Für Flüchtlinge haben wir Geld unterkunft alles. Für die eigenen Leute nichts Kanton wie Behörde sollten sich schämen.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Mehr aus dem Channel