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Der Telebasel News-Beitrag vom 6. Oktober 2022.
Basel

Die Jungen Garden werden von Neumitgliedern überrannt

Während den pandemiebedingten Fasnachts-Ausfällen bangten die Fasnachtscliquen um ihren Nachwuchs. Jetzt können sie sich vor Neuanmeldungen nicht mehr retten.

Angst und Bange war den Jungen Garden als die Fasnacht 2020 und 2021 nicht stattfand. Viele Cliquen haben durch die Pandemie junge Mitglieder verloren. Das Comité war bemüht, den Nachwuchs zu fördern und somit das Weltkulturerbe «Basler Fasnacht» zu schützen.

Inzwischen scheint diese Hürde überwunden. Bei vielen Cliquen häufen sich die Anmeldungen. So auch bei der Jungen Garde der Basler Dybli. Hier haben sich nach der Fasnacht 25 neue Kinder angemeldet. Die Obfrau der Jungen Garde Marina Suter freut sich sehr. «Ich habe schon gedacht, dass wieder so das Fieber nach diesen zwei Jahren, in denen jetzt wirklich gar nichts war, wieder ein bisschen hochkommt. Aber, dass es jetzt wirklich so stark hochkommt, hätten wir jetzt auch nicht erwartet», sagt Marina Suter im Interview.

Auch die Breo wuchs dieses Jahr. Bei der Clique gab es 35 Anmeldungen in der Jungen Garde – so viel wie seit über 30 Jahren nicht. Die Obfrau Vivienne Lopez ist überwältigt – mit so vielen Neumitgliedern hat die Clique nicht gerechnet.

Viele Anmeldungen bringen viele Herausforderungen

Der enorme Zuwachs stellte die Cliquen vor einige Probleme. «Die grössten Herausforderungen sind natürlich die Events mit den Übungsweekends, die wir planen. Diesbezüglich sind wir wirklich an unsere Grenzen gestossen, weil wir schlichtweg keinen Platz mehr gehabt haben für unseren Nachwuchs», so Vivienne Lopez von den Breos. Der Platz fehlte auch in den Übungslokalitäten -die Cliquen mussten neue Klassenzimmer für die Proben mieten.

Zudem hatten die Cliquen damit zu kämpfen, neue Instruktoren für ihren Nachwuchs zu finden. «Wir waren zu wenig Instruktoren für so viele Neue und mussten darum noch neue akquirieren. So können wir pro Tambouren und Pfyffer-Anfängerkurs zwei Kurse machen, damit man nicht gerade 15 Kinder vor sich hat», erklärt Marina Suter am Mittwoch.

Nicht alle Cliquen gleich beliebt

Bei den Basler Dybli könnte die «Last Minute» Fasnacht ausschlaggebend für den Anmeldeboom gewesen sein. Kurzentschlossene konnten dieses Jahr zum ersten Mal Fasnachtsluft schnuppern. Die Kinder begleiteten die Dybli drei Tage lang mit einem ausgeliehenen Kostüm.

Auf Anfrage meint das Fasnachts-Comité jedoch gegenüber Telebasel, dass es nicht bei jeder Clique so viele neue Mitglieder gab. Einen genauen Grund für die Unterschiede bei der Anzahl Neumitglieder könne das Comité nicht nennen. Man ist aber gespannt, ob der grosse Ansturm in diesem Jahr aufgrund der zweijährigen Corona-Pause nur ein Einzelfall war oder sich in den nächsten Jahren wiederholen wird.

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