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Der Telebasel News Beitrag vom 2. Oktober 2022.
Basel

Ringen um den Luzernerring geht in die nächste Runde

Die Regierung prüft kurzfristige Massnahmen, um die Kreuzung Luzernerring/Burgfelderstrasse für Velofahrende sicherer zu machen. Pro Velo verliert die Geduld.

«Muss zuerst wirklich nochmals jemand sterben?» fragt die Pro Velo beider Basel in einer empörten Pressemitteilung unter dem Titel «Skandalöses Nichtstun der Regierung bei der tödlichen Velofalle am Luzernerring».

Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Antwort der Regierung auf eine Interpellation von Jean-Luc Perret von letzter Woche. Darin heisst es, auch die Regierung sehe Handlungsbedarf für die Entschärfung der Situation am Luzernerring/Burgfelderstrasse.

Die von der Pro Velo verlangte Sperrung der rechten Spuren für den Autoverkehr aber habe in Computersimulationen massive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und das umliegende Verkehrsnetz gezeigt. Zudem werde der Verkehr in dieser Gegend solange weiter zunehmen, bis die Massnahmen für den Zubringer zum Bachgraben-Quartier realisiert würden, so die Regierung. Deswegen müssten Optimierungen sorgfältig geprüft werden.

Rechte Spur nur für Velos und Busse

Damit will sich Pro Velo nicht zufrieden geben. Die Aufhebung der rechten Spur für den Autoverkehr sei nicht nur möglich, sondern bringe «sogar dem öffentlichen Verkehr mit der Busspur Vorteile.»

Das Beispiel der Münchensteinerbrücke, wo der Versuch mit der verbreiterten Velospur und der Aufhebung einer Autospur letzte Woche zur definitiven Lösung erklärt wurde, habe gezeigt, dass  Verkehrssimulationen rein theoretische Berechnungen seien – «Prognostizierte Staus müssen nicht real werden», so Pro Velo.

Die Regierung verweist in ihrer Antwort auf Massnahmen, die bereits 2016 getroffen worden waren. Damals habe man «mit der Genehmigung des ASTRA Sofortmassnahmen zugunsten der Velofahrenden umgesetzt: Eine separate Veloampel schaltet seither jeweils ein paar Sekunden früher auf Grün als jene für den Autoverkehr, was die Sicht auf die Radfahrenden verbessert hat.»

Mittelfristig würden im Rahmen einer Vorstudie weitere bauliche Massnahmen geprüft, mit denen mehr Platz für Velofahrende geschaffen werden könne, schreibt die Regierung. Das will man bei Pro Velo nicht hinnehmen. Die Verwaltung prüfe nun seit anderthalb Jahren «ohne sichtbares Ergebnis vor Ort». Die «wolkigen» Formulierungen in der Interpellationsantwort hiessen «im Klartext, dass die Regierung hier ihre Verantwortung nicht wahrnehmen will.»

4 Kommentare

  1. Velofahrer müssen nicht jede Strasse befahren. Mann kann als Velofahrer easy z.B. die Glasbergerstrasse oder andere Seiten Strasse runter fahren. Problem gelöst und eine Baustelle gespart und Steuergelder.Report

  2. Ich wohne gerade mal 5 Minuten vom Luzernerring entfernt und dies über 5 Jahre, ich fahre räglich Fahrrad und muss auch für.in unseren Schrebergarten über diese Kreuzung, aber mir ist es noch nicht mal im Traum eingefallen mit dem Fahrrad über diese Kreuzung zu fahren, zum eesten weil och nicht lebensmüde bin und zum zweiten weil ich grundsätzlich Ampeln umfahre wo ich kann. Also ich verstehe Pro Velo und ohre Sorge aber es gibt durchaus sicherere Wege um über diese Kreuzung zu kommen, auch ohne Baustelle und Umplanung, man muss halt ein wenig drumherumkurvenReport

  3. Bevor die Velofahrer wieder mal alles für sich ändern können, sollte pro velo zuerst schauen das die Velofahrer auch die Verkehrsregeln einhalten und nicht fahren wie ihnen recht ist.Report

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