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Der Telebasel Report vom 28. September 2022.
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Weltstar made in Basel

24 Jahre lang hat Roger Federer als Profi Tennis gespielt. Nach 1750 Spielen auf der ATP-Tour ging am Samstag eine der grössten Sportkarrieren zu Ende.

Wie ist es möglich, fast ein viertel Jahrhundert lang, in einer Sportart zu den aller Besten zu gehören? Es gehören viele Puzzleteile dazu, die zusammen Passen müssen. Natürlich braucht es Talent. Aber nur mit Talent und ohne harte Arbeit ist eine Karriere, wie diejenige von Roger Federer nicht möglich. Dazu gehören noch weitere Dinge: So muss zum Beispiel das Umfeld des Sportlers ebenfalls das Richtige sein.

Auch nicht zu unterschätzen ist der Faktor Glück. Dabei ist nicht das Glück gemeint, bei dem der Ball von der Netzkante ins gegnerische Feld fällt. Bei 1750 Spielen auf der ATP Tour, wie sie Roger Federer gemacht hat, kann man davon ausgehen, dass sich solche Fälle von Glück wohl die Waagschale halten. Vielmehr «braucht man den richtigen Trainer zur richtigen Zeit, der dann den entscheidenden Input gibt, welchen man braucht um weiterzugkommen». So sagt es Simon Häring, Sportjournalist mit Spezialgebiet Tennis für Publikationen von CH-Media. Bei Federer sind all diese nötigen Faktoren zusammen gekommen.

Die Freude am Spiel und an allem was dazu gehört

Ein weiterer Faktor ist die Freude am Spiel. Denn diese war bei Federer oft sichtbar. Etwas, was man auch im Training beobachten könne. So probiere Federer beispielsweise immer wieder neue Schläge aus. Die Freude am Spiel zeigt sich nicht nur beim Tennis. Federer durfte unter anderem 2004 ein Training mit «seinem» FCB bestreiten.

(Roger Feder trainiert 2004 mit dem FCB mit)

Für Tennis Journalisten ist an Federer, neben der Liebe zum Spiel, noch ein anderer Punkt einzigartig: «Die meisten Tennisspieler, die auf diesem Niveau gespielt haben und einen ähnlichen Status erlangt haben wie er, waren nach 10 Jahren ausgebrannt. Diese Spieler haben zwar gerne Tennis gespielt, auch vor Publikum, aber das Ganze drum herum, die Reiserei, die Medien, die Fans, das hat sie ausgelaugt. Roger Federer konnte das so lange machen, weil er das drum herum auch genossen hat. Er hat sich Zeit genommen für die Begegnungen. Er konnte für sich etwas Gutes daraus ziehen.»

Federer-Moment

Wissen Sie was ein «Federer-Moment» ist? Mit diesem beschrieb der Autor David Foster Wallace den Augenblick beim Schauen eines Spiels von Roger Federer, bei dem man sich denkt: Wie ist das möglich? Ist das noch mit den Gesetzen der Physik zu vereinbaren? Foster Wallaces Beispiel für ein Federer Moment war ein Punkt beim Final der  US-Open 2005 gegen Andre Agassi.

Haben Sie auch einen Roger Federer Moment?

Verschiedene Episoden aus Roger Federers einzigartige Tenniskarriere sehen Sie im Telebasel Report vom 28. September 2022 um 19:45 Uhr.  

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