Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 27. September 2022.
Baselland

Unternehmer fordert bessere Erschliessung des Bachgrabenareals

Weil GrenzgängerInnen oft im Stau stehen, fordert Skan-CEO Thomas Huber eine bessere Erschliessung des Bachgrabenareals. Als Option sieht er ein Grenzparking.

Nach rund einem Jahr Hauptsitz auf dem Bachgrabenareal ist Thomas Huber im grossen Ganzen zufrieden. Wie der CEO der Skan Group erklärt, habe sich das Unternehmen bewusst wegen der Lage im Dreiländereck für Allschwil entschieden. Es gibt in den Augen von Huber einen Wehrmutstropfen, und das ist die verkehrstechnische Anbindung. Als Lösung bringt er ein Grenzparking ins Spiel.

Zwei Drittel aus dem Elsass und Süddeutschland

Skan ist weltweit führend bei der Reinraumtechnologie, das heisst mit Anlagen zur sterilen Produktion von Medikamenten. Seit rund einem Jahr hat der Pharmazulieferer seinen Hauptsitz in Allschwil. CEO Thomas Huber kommt stets mit dem Velo zur Arbeit. Die Sorgen drehen sich aber nicht um ihn selbst, sondern um die GrenzgängerInnen in der Firma. Von den weltweit 1’200 Mitarbeitenden der Skan sind rund 700 in Allschwil beschäftigt. Und davon stammen zwei Drittel aus dem Elsass und aus Süddeutschland.

Diese stehen ziemlich oft im Stau beim Bachgraben: «Wenn man am Morgen in den Stosszeiten kommt, verliert man auf den letzten 500 Metern eine Viertelstunde und abends kommt man kaum weg», sagt Thomas Huber. «Man kann ausweichen, eine Stunde früher oder später kommen, dann ist es noch nicht so schlimm. Aber wenn dann 5’000 Leute mehr diese Idee haben, wird es spannend», so der CEO von Skan. Schliesslich sollen bis im Jahr 2028, wenn das Baselink-Areal voraussichtlich fertig ist, hier bis zu 8’000 Arbeitsplätze entstehen.

«Diese Verkehrsdiskussion dreht sich im eigenen Saft»

Johannes Eisenhut sieht das entspannter. «Diese ganze Verkehrsdiskussion dreht sich im eigenen Saft», findet der CEO der Senn Development AG. Er hat das Baselink-Areal mitentwickelt. Am Fachkongress Zone Zukunft der Handelskammer beider Basel erklärte er: «Wenn man eine bisschen eine Vogelperspektive einnimmt, haben wir kein Verkehrsproblem, weil es super angebunden ist».

«Die Firmen, die hier aus dem Areal und der Region kommen, die bleiben auch da oder zügeln jetzt von weiter hinten im Bachgraben zu uns, zum Beispiel Johnson & Johnson», so der Arealentwickler. Dies spreche für die Attraktivität des Areals.

Für viele Mitarbeitende, so etwa WissenschaftlerInnen vom Tropeninstitut, kämen gut mit dem Velo und ÖV hierher. Schliesslich sei das Stadtzentrum Basels nur 15 Minuten von hier entfernt. Ein Blick ins Parkhaus am Dienstagnachmittag zeigt: Zumindest vorerst sind so manche Etagen ziemlich leer.

Problematisch für GrenzgängerInnen

Anders sieht es bei den Firmen aus, die viele GrenzgängerInnen beschäftigen, wie eben die Skan Group. Thomas Huber hofft daher auf den Zubringer Bachgraben. Wann und ob dieser realisiert werden kann, steht noch in den Sternen, da der Bund dieses Projekt dieses Jahr nicht als prioritär einstufte. Auch eine andere Idee hat er schon eingebracht: Parkplätze in Frankreich, gleich an der Schweizer Grenze.

Schliesslich entständen die Staus vor allem auf Schweizer Boden und die geringe Distanz zu Fuss zum Arbeitsplatz sei zumutbar. Auch Johannes Eisenhut findet so ein Grenzparking «eine gute Sache». Allerdings müssten hier die französischen Behörden mitmachen.

3 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Mehr aus dem Channel