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Der Telebasel News Beitrag vom 19. September 2022.
Region

Immer mehr Aussteiger in Pflegeberufen in der Region

Die Gewerkschaften schlagen Alarm: 300 Menschen verlassen die Pflege schweizweit im Monat. Auch in Basel merkt man das.

Während Corona war die Pflege im Ausnahmezustand: Enorme Wertschätzung auf der einen Seite, aber auch Überstunden und Personalausfälle. Die harte Zeit, aber auch die teils schlechten Anstellungsbedingungen seien laut Pflegerin und Gewerkschafterin Deniz Killi schuld dass jetzt viele aus den Pflegeberufen aussteigen. 300 Leute künden monatlich ihre Pflege-Jobs in der Schweiz,  «Die Bedingungen waren schon vor der Gesundheitskrise grenzwertig und haben sich in den letzten zwei bis drei Jahren zugespitzt», so VPOD-Mitglied Deniz Killi.

Auch die Personal-Direktorin des Unispitals, Eleonora Riz à Porta merkt, dass die Fluktuation grösser als früher ist. «Wir verlieren Leute zum Teil aus Erschöpfung, weil sie aus dem Beruf gehen, aber auch private Gründe gibt es immer wieder», so Riz à Porta. Die Gewerkschaften machen jetzt Druck auf die Politik, und fordern, dass einige Anstellungsbedingungen sich sofort verbessern um den Exodus zu stoppen: Bessere Löhne, mehr Zulagen, mehr Ferien und bessere Kinderbetreuung.

Mit vielen der Punkte ist man beim Unispital einverstanden und viele erfülle man laut Eleonora Riz à Porta auch heute schon. Und was sagt man zu Lohn-Erhöhungen, wären die auch berechtigt? «Was heisst berechtigt? Ich kann es bestimmt nachvollziehen. Aber die Finanzierbarkeit bleibt die grosse Frage bei solchen Forderungen», so Riz à Porta. Auch andere Spitäler sind sich des Problems bewusst, so verdienen Pflegende im Schichtbetrieb im Felix Platter Spital weiterhin gleich viel, arbeiten aber nur noch 39,5 statt 42 Stunden in der Woche.

3 Kommentare

  1. Es ist nicht nur das Unispital, alle Spitäler Schweizerin müssen die Lage ernst nehmen. Mit Grenzgängern und Migranten, welche man durchaus gern weniger bezahlt, was an sich schon unverschämt ist, wird die Problematik des Pflegenotstands nicht lösen. Langfristig gesehen wird eine angemessene Pflege nur mit gut ausgebildeten und motivierten Personal zu stämmen sein.Report

  2. Kein Wunder, wenn der Lohn nun durch Migrationen gestrumpft werden….gerade nun aktuell Ukrainern wird Wohnung, KK bezahlt und bekommen Status S, so werden Schweizer*innen gerupft bis zum umfallen, damit sie nachher durch Personen mit Migrationshintergrund ersetzt werden können und die Personalleitung, meistens ja auch nicht mit wirklichem Schweizer Pass jammern können…Report

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