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Der Telebasel Newsbeitrag vom 16. September 2022.
Basel

Das sagt die Universität zum PUK-Bericht

Der PUK-Bericht zum Biozentrum geht mit der Regierung scharf ins Gericht. Doch auch die Universität steht in der Kritik.

Zu passiv, zu wenig klar bei der Bestellung und unklare Zuständigkeiten. Das sind die Hauptkritikpunkte im PUK Bericht an die Universität. So ist im Bericht beispielsweise zu lesen, dass der Universitätsrat, das Leitungsgremium der Hochschule, zwischen August 2014 bis April 2018 in ihren Sitzungen nicht protokolliert war. Also in einem Zeitraum, als bereits viele Probleme mit dem Bau bekannt waren, war dieser kein Thema in den Sitzungen.

Immobilienbereich neu organisiert

Als Lehre aus dieser Baugeschichte des Biozentrums hat die Universität den Immobilienbereich neu organsiert. Neu soll klar definiert sein, wer die Projekte ausführt und wer die Aufsicht über die Projekte hat. Rollenkonflikte und Doppelfunktionen solle es nicht mehr geben. «Die neue Struktur der Liegenschaften und der Bauten der Universität befolgen die Regel der Good Governance», sagt Matthias Geering, zuständig für die Kommunikation der Uni Basel.

Ganz konkret macht die Universität auch einen Systemwechsel bei ihren Bauten. «Die Universität hat sich dazu entschieden, nicht mehr mit einem Generalplaner zu bauen. Mit einem Generalplaner waren das Risiko und die Kosten bei der Universität. In Zukunft bauen wir mit einem Totalunternehmer. Das hat verschiedene Vorteile: So ist klar berechenbar, was es kostet und wann es eröffnet werden kann.» Beispielsweise beim Bau des Departement Biomedizin wird bereits mit einem Totalunternehmen gearbeitet.

Eröffnung im September 2021

Die Universität Basel ist Eigentümerin und Nutzerin des Biozentrums. Die Bauherrschaft hatten aber die Kantone Basel-Stadt und Baselland inne. Das Biozentrum ist seit rund einem Jahr geöffnet und in Betrieb. Rund vier Jahre später als ursprünglich geplant und 110 Millionen Franken teurer. Diese Mehrkosten trägt im Moment die Universität. Die PUK empfiehlt in ihrem Bericht, dass die beiden Trägerkantone der Universität darüber diskutieren, diese Kosten zu übernehmen.

Auf diese 110 Millionen angesprochen, verweist die Universität auf die Politik. «Jetzt müssen die Parlamente diskutieren und entscheiden, wie mit dem Geld umgegangen werden soll und ob die Uni entlastet wird oder ob sie das selber tragen muss», so Geering.

Im Oktober wird der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt über das Biozentrum und den Bericht der PUK debattieren. Dann will sich erstmals auch die Regierung zur Kritik der PUK äussern.

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