Als Kompensation für das Ende 2021 eröffnete Parking Kunstmuseum entfallen bis Ende Jahr 72 weitere oberirdische Parkplätze. (Archivbild: Keystone)
Basel

Weitere 72 oberirdische Parkplätze verschwinden

Mit dem neuen Parking Kunstmuseum hat Basel-Stadt neue Parkplätze erhalten. Deshalb werden als Kompensation 72 oberirdische Parkflächen aufgehoben.

Seit Ende 2021 ist das Parking Kunstmuseum in Betrieb. Im Grossratsbeschluss von 2013 war festgehalten, dass dieses Parking erst eröffnet werden darf, wenn im Umkreis von 500 Metern als Kompensation 210 oberirdische Parkplätze auf öffentlichem Grund aufgehoben werden, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) am Freitag mitteilte.

In einem ersten Vorschlag des Kantons befand sich jedoch rund die Hälfte der Parkplätze, die aufgehoben werden sollten, ausserhalb des definierten Radius. Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (Uvek) des Grossen Rats pochte jedoch darauf, 210 Parkplätze rund um das Parkhaus aufzuheben und den damit gewonnen Freiraum wie gefordert für die «Aufwertung des öffentlichen Raums» zu nutzen. Die Uvek einigte sich mit dem BVD auf einen Kompromiss.

Erster Schritt bis Ende 2022

So wurden 72 Parkplätze bestimmt, die in einem ersten Schritt bis Ende 2022 aufgehoben werden sollen. Betroffen sind vornehmlich Parkplätze im Brunngässlein (14), an der St. Alban-Anlage (20), in der St. Alban-Vorstadt (10), am Mühleberg (7) und in der Henric Petri-Strasse (6). Die hierfür notwendigen Massnahmen werden kommenden Samstag im Kantonsblatt publiziert, wie das BVD weiter mitteilte.

(Grafik: Telebasel)

Über die verbleibenden 36 Parkplätze wolle das Departement im Frühling 2023 berichten, hiess es. Dafür wurde eine flexible Lösung gefunden, wie das BVD bereits im Juni 2022 mitgeteilt hatte. 20 Parkplätze sollen für den Versuchsbetrieb einer mobilen Buvette am St. Alban-Rheinweg aufgehoben werden. Weitere 16 Parkplätze sollen der Boulevardgastronomie weichen, die sich auf dem heutigen Birsigparkplatz ausbreiten soll.

9 Kommentare

  1. Und bei der Zollimauer hat man auch sinnlos die Strasse aufgerissen, und wieder zugemacht, damit man dann die Parkplätze abbauen kann. Autofahrer kommen offenbarvkurz nach Kinderschänder in basel.Report

  2. Erst letzte Woche habe ich ein Anwohnerschreiben bekommen, dass in der Hardstrasse mit den anstehenden Baumassnahmen ⅓ der blauen Zone abgeschafft wird. Wundert mich, dass das hier nicht genannt wird. Und es hat schon zu wenige Parkplätze in der blauen Zone. Und es gibt nicht genügend Einstellplätze. Selbst wenn ich mir so einen leisten könnte (mitlerweile 220-280 CHF pro Monat!), würde ich es nicht einsehen wollen. Es ist eine riesen Frechheit vom Kanton und man wird nur 3 Tage vor Baubeginn mittlerweile informiert.Report

  3. Unglaublich was Rot-Grün hier für ein Massaker veranstaltet. Weniger Parkplätze heisst weniger Kundschaft, weniger Geschäfte, weniger Restaurants. Schon heute gehen viele aus der Regio lieber über die Grenze, wo sie auch mit Auto willkommen sind. Abends trauen sich immer weniger Leute in die Stadt wegen Gewalt und Überfällen. Gute Nacht Basel.Report

  4. Bravo! So verschwinden die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt. Keine Parkplätze, keine lust auf Shopping. Die Läden und die Arbeitsplätze verschwinden, (willkommen beim RAV)da die Laufkundschaft weniger wird. Hello Online einkauf. An das Departement und an Frau Keller. Es gibt ein Sprichwort: Zuerst Überlegen und dann Handeln. Los gehts!Report

  5. Ich bin froh aus dieser Stadt ausgewandert zu sein,die Verkehrsplanung Verkehrspolitik ist zum heulen, eigentlich nenne ich das schikanieren der Autofahrer, vor allem die,die dort wohnen und leben.
    Es geht nicht um autofreie Zone sondern nur um Profit, somit sollen auch die Anwohner an die Kasse gebeten werden.
    Das man in Basel mittlerweile bei gewissen Parkuhren auch nachts bezahlen muss ( einmalig in der Schweiz) zeigt schon um was es geht…
    Aber eben solange das Volk sich nicht wehrt machen sie was sie wollen…Report

  6. ….und sich dann über das ‹Lädeli› sterben in der Innenstadt wundern!
    In Lörrach und Weil hats genügend Parkplätze! Kein Basler geht mehr in die Innenstadt, das sind nur Auswärtige! Oder hört jemand in der Stadt Menschen noch Dialekt sprechen???Report

  7. Nachher heulen, das weniger in der Stadt ei gekauft wird. Diese Regierung besonders Esther Keller und ihr Department ist ein Witz. Vorallem da sie das gegen den willen der Einwohner machtReport

  8. Ist ja eine klare sache. Gratis parkplätze oder parkplätze mit blauer zonen karte verschwinden und teure tiefgaragen parkplätze werden gebaut. Warscheinlich ab 2franken für 30min.so kann der kanton dann schön geld absahnen wenn mangezwungen ist dort zu parkieten wenn es überirdisch keine freien plätze mehr hatReport

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