Die Omikron-Variante BJ.1 könnte für einen erneute Welle sorgen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Neue Coronavariante könnte für erneute Welle sorgen

Die Corona-Variante Bj.1, die in Indien entdeckt wurde, breitet sich nun auch in Europa und den USA aus. Diese könnte laut Mutationsforscher zum Problem werden.

In den letzten Monaten war es bezüglich dem Thema Coronavirus ziemlich ruhig bei uns. Doch diese Ruhe könnte sich laut Fachleuten im Herbst und Winter ändern. Eine neue Variante, die in Indien entdeckt wurde, breitet sich nun langsam auch in Europa (insbesondere Österreich) aus, wie die «bz» schreibt.

So warnt etwa der Molekularbiologe Ulrich Ellinger in Wien auf Twitter vor der Variante BJ.1. Es seien besonders die 14 Mutationen im Spike-Protein von Sars-CoV-2, die dem Mutationsforscher Sorgen bereiten.

Auch der Virenanalyst der Universität Basel, Richard Neher, hat die neue Variante BJ.1 im Auge. «BJ.1 ist eine von mehreren Linien, die stark mutiert, aber selten sind. Ob oder gar welche dieser Linien am Ende erfolgreich sein werden, lässt sich nicht vorhersagen», sagt er gegenüber der «bz».

Neue Welle in Sicht?

Laut Neher würden viele Mutationen auf eine Immunflucht hinweisen, dies bedeutet, dass sich der neue Subtyp BJ.1 besser den Antikörpern des Immunsystems entziehen kann.

Ob sich diese Variante bei uns aber stark ausbreiten wird, könne man aktuell noch nicht sagen. Die hänge laut Neher auch von anderen Faktoren wie der intrinsischen Übertragbarkeit der Variante ab. Auch über die Gefährlichkeit oder den Symptome der neuen Variante könne man noch zu wenig sagen, da es erst sehr wenig nachgewiesene Fälle gebe.

Es sei nicht die einzige Variante, die aktuell für Aufsehen sorge. Auch die Variante BA.2.75 werden von den Fachleuten stark überwacht. Allerdings habe sich diese ausserhalb von Südasien kaum verbreitet. Laut Neher hätte dies folgenden Grund. «Aber Indien hat durch die grosse Delta-Welle Anfang 2021 eventuell eine etwas andere ‹Antikörperlandschaft› als Europa. Bei uns wurde ja nur ein kleiner Teil der Bevölkerung mit Delta infiziert», so der Virenanalyst gegenüber der «bz».

Ob sich die Variante BJ.1 als gefährlich erweist und sich bei uns ausbreitet, wird sich also erst noch zeigen.

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