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Schweiz

Bund zahlt überdurchschnittlichen Lohn an seine Angestellten

Überdurchschnittlicher Lohn von Bundesverwaltungs-Angestellten und Verzicht der Axpo-Chefetage auf ihre Boni: Die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Überdurchschnittlicher Lohn von Bundesverwaltungs-Angestellten

Die Bundesverwaltung zahlt durchschnittlich fast ein Drittel mehr Lohn als Unternehmen im privaten Sektor. Der Durchschnittslohn für eine Vollzeitstelle liegt bei der Bundesverwaltung bei 117’176 Franken, wie eine von der SonntagsZeitung publizierte Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Bern aufzeigt.

Der Unterschied liege zum Teil daran, dass beim Bund prozentual mehr Hochqualifizierte arbeiten. Doch auch bei Hochschulabsolventen besteht laut Studie eine Lohndifferenz von 13 Prozent. Fast überall ist ihr Lohn in den letzten 20 Jahren aber gesunken. Zudem zeigt die Studie kantonale Unterschiede auf: Die Kantone Genf und Basel-Stadt geben pro Einwohner mehr als 8’500 Franken für Kantons- und Gemeindeangestellte aus. Der Aargau als sparsamster Kanton wendet dagegen weniger als die Hälfte auf.

Verzicht der Axpo-Chefetage auf ihre Bonuszahlungen

Die Geschäftsleitung des Stromkonzerns Axpo hat entschieden, auf ihre Boni zu verzichten. Der Verzicht gilt dann, wenn die Axpo die Kreditlinie zieht und bis das Bundesgeld zurückbezahlt wäre, wie Axpo-CEO Christoph Brand in einem Interview mit der SonntagsZeitung sagte. Er wehrte sich gegen den Vorwurf, das Unternehmen habe sich verspekuliert. «Hätten wir spekuliert, hätten wir unsere Stromproduktion nicht auf Jahre im Voraus abgesichert.»

Brand will am umstrittenen Handelsgeschäft festhalten. Der Bereich Trading und Sales habe in der letzten Halbjahresperiode eine Milliarde Franken Ebit-Gewinn beigesteuert. «Niemand in der Branche hat es für möglich gehalten, dass die Preise in diesem atemberaubenden Tempo und auf diese Höhen steigen», sagte Brand im Gespräch mit dem SonntagsBlick. Gegenüber den Steuerzahlern sei der Axpo-Chef dankbar und demütig.

Grüne für Sitz im Bundesrat vorbereitet

Die Grünen wollen bei den Wahlen 2023 die FDP als drittstärkste Partei überholen. Für einen Sitz im Bundesrat sind sie vorbereitet, sagte Grünen-Parteipräsident Balthasar Glättli im Interview mit der NZZ am Sonntag. Er selber sieht sich nicht als Kandidat. «Ich wäre ein schlechter Parteipräsident, wenn ich ein Jahr vor den Wahlen selbst auf den Bundesrat schielen würde.» Denn dann müsste er «möglichst wenig Profil» zeigen. Auch seine viereinhalbjährige Tochter sei Grund, weshalb er nicht Bundesrat sein will. Sollten sich die Grünen bei den Wahlen der zweitstärksten Partei, der SP, annähern, spricht sich Glättli für eine Zusammenarbeit aus. «Wir sind zugleich Konkurrenten und Partner.»

Menschenschmuggel wohl häufiger als angenommen

Flüchtlingstransporte gibt es in der Schweiz wohl häufiger als angenommen. «Schleusungen von grösseren Gruppen dürften relativ häufig sein», sagte der Chef der Nidwaldner Kriminalpolizei, Senad Sakic, der NZZ am Sonntag. Schlepper würden mehrheitlich den Strassenverkehr nutzen. Bei 1,1 Millionen Fahrzeugen, die täglich die Schweizer Grenzen passierten, sei sie zu finden wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zollbeamte greifen pro Jahr durchschnittlich 400 Personen wegen Verdachts auf Schleppertätigkeiten auf. Die Zahl ist unvollständig. Einsätze der Kantonspolizei sind nicht inkludiert.

Einsatzkräfte hatten am Montag bei Hergiswil NW 23 Flüchtende aus einem Lieferwagen befreit. Es sei nicht auszuschliessen, dass Transporte wie in Nidwalden regelmässig durchgeführt würden, ohne dass sie entdeckt werden, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Polizei (Fedpol). Er sprach von «gut organisierten transnational operierenden Täternetzwerken», die stets neue Wege suchten, um mit Menschenschmuggel an Geld zu kommen.

Weltweite Wirtschaft dürfte bis zu 18 Prozent einbüssen

Die versicherten Schäden aufgrund von Wetterextremen sind im letzten Jahrzehnt jährlich um fünf bis sieben Prozent gestiegen. Steigt die globale Durchschnittstemperatur bis ins Jahr 2050 um 3,2 Grad an, dürfte die weltweite Wirtschaft bis zu 18 Prozent einbüssen, prognostizierte Sergio Ermotti, Präsident des Rückversicherers Swiss Re, im Interview mit der NZZ am Sonntag.

In der Energiepolitik empfand er persönlich den Ausstieg der Schweiz aus der Atomkraft als zu früh und emotional. «Wir sollten anerkennen, dass die Kernkraft Teil einer diversifizierten Energiestrategie sein kann.» Dennoch sei Swiss Re in diesem Geschäft vorsichtig unterwegs. Das Abfallproblem sei noch nicht gelöst und trotz vielen Massnahmen bestünden Restrisiken.

Krankenkassen sollen in der Apotheke durchgeführte Impfungen übernehmen

Die Krankenkassen sollen in der Grundversicherung in der Apotheke durchgeführte rezeptfreie Impfungen übernehmen. Dazu werden der Apothekerverband Pharmasuisse und der Krankenkassenverbund Curafutura am Montag dem Bundesrat eine Vereinbarung unterbreiten, wie Le Matin Dimanche schrieb. Derzeit werden nur verschreibungspflichtige Impfungen vergütet.

Gesunde Menschen hätten keine regelmässigen Arzttermine und würden tendenziell auf diese Prävention verzichten, erklärte Martine Ruggli, Präsidentin von Pharmasuisse, der Zeitung. «Sie könnten von diesem erleichterten Zugang profitieren.» Für Curafutura sollten künftig insbesondere die Impfungen gegen Grippe, Covid-19, das Papillomavirus, Zeckenenzephalitis oder Hepatitis A und B von den Kassen bezahlt werden. Laut Pharmasuisse bieten über 1’200 Apotheken einen Impfservice an, das sind im Schnitt etwa zwei von drei Apotheken.

«EWS – der einzige Politthriller der Schweiz»

Die Abwahl von Christoph Blocher (SVP) aus dem Bundesrat und die Wahl seiner damaligen Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf im Jahr 2007 kommen auf die Bühne. Regisseur Piet Baumgartner inszeniert das Stück «EWS – der einzige Politthriller der Schweiz» im Theater Neumarkt in Zürich, wie er dem SonntagsBlick sagte.

Es handle sich nicht um ein «Blocher-Stück», sondern um eines über Widmer-Schlumpf. Die umstrittene Wahl sei zum Mythos geworden und werfe diverse gesellschaftliche Fragen auf, sagte der 38-Jährige: «Was spielte es für eine Rolle, dass Widmer-Schlumpf eine Frau ist? Wäre es auch zu einer solchen Hexenjagd gekommen, wenn es ein Mann gewesen wäre? War 2007 der Anfang vom Ende von Blocher?» Baumgartner schickt elf Widmer-Schlumpf-Darstellerinnen auf die Bühne, darunter Slam-Poetin Lara Stoll. Die Premiere ist am 6. Oktober.

1 Kommentar

  1. Ist doch klar, die pberflüssigen Studierten Taugenuchtse müssen doch für ihre Leistungen (welche?)gut bezahlt werden. In der Wirtschaft sind ein Grossteil nämlich nicht brauchbarReport

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