Featured Video Play Icon
Der Telebasel Newsbeitrag vom 5. September 2022.
Basel

Keine Angst vor der Nosferatu-Spinne

In den letzten paar Tagen gab es in der Region vermehrt Sichtungen von Nosferatu-Spinnen. Laut Experten sei diese Spinne aber harmlos.

Die Nosferatu-Spinne stammt ursprünglich aus Nordafrika oder dem Mittelmeerraum. Durch die Globalisierung und die steigenden Temperaturen, hat sie sich um die Jahrtausendwende auch in der Schweiz angesiedelt. In den letzten paar Tagen wurden wieder vermehrt Spinnen von dieser Art in den eigenen vier Wänden gesichtet, wie «Blick» berichtet. Viele Menschen seien durch diese Sichtung verunsichert gewesen.

Experten geben Entwarnung

Auch wenn die Nosfearatu-Spinne als giftig gilt, gibt der Biowissenschaftler Dr. Ambros Hänggi Entwarnung. «Grundsätzlich gelten alle Spinnenarten als giftig. Ein Biss einer Zoropsis spinimana (lateinischer Name der Nosferatu-Spinne) ist nicht schlimmer als ein Mückenstich». Hänggi hat über 30 Jahre für das naturhistorische Museum Basel gearbeitet und die Vorkommnisse der Nosferatu-Spinne seit Jahren beobachtet. Aktuell ist er noch immer als ehrenamtlicher Mitarbeiter für das Museum tätig.

Was den Experten stört sei der deutsche Name der Spinne. Die Nosferatu-Spinne wird sofort mit der Horrorfigur des Kulthorrorfilmes Nosferatu in Verbindung gebracht, aus dessen Grund sie auch ihren Namen hat. Dies suggeriere automatisch eine ängstliche Haltung gegenüber dieser Webspinnenart. Aus diesem Grund verwendet der Experte immer den lateinischen Name: Zoropsis spinimana.

Keine Gefahr für Menschen

Auch einer der Inhaber des Arachno-Rooms in Liestal, Marco Thommen stört sich über den deutschen Namen der Spinne. Er betreibt mit zwei Partnern mehrere Spinnenzuchten und gibt auch Workshops an Schulen um die Arachnophobie (die Angst vor Spinnen) zu bekämpfen. Auch er sieht in dem vermehrten Aufkommen der Nosferatu-Spinne kein Problem. «Solange der Körper nicht allergisch auf das Gift der Spinne reagiert, ist ein Biss ungefährlich», so der Spinnentierexperte.

Aber auch sie im Arachno-Room haben in den letzten Tagen vermehrt Anfragen erhalten, von besorgten Freunden, die eine Nosferatu-Spinne in ihrer Wohnung entdeckt haben. «Wir werden immer mehr darauf angesprochen. Es gibt immer mehr bei uns, das ist so, aber dagegen kann man nichts machen, das ist die Natur», so Thommen.

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Mehr aus dem Channel