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Christof Brügger vom OK Abteilung Sicherheit gibt Einblicke ins Fundbüro am ESAF. (Video: Telebasel)
Baselland

«Als sie ihr Handy abholte, gab es ein Fleischplättli für alle»

Inmitten des Trubels am Schwingfest in Pratteln geht auch vieles verloren oder wird liegengelassen. Was schmerzlich vermisst wird, landet im ESAF-Fundbüro.

Rund 400’000 Besucherinnen und Besucher waren am ESAF in Pratteln. Es wurde gejubelt, gefeiert, gegessen und getrunken. Dass dabei dem ein oder anderen Schwingfan das Handy aus dem Hosensack fällt oder das Postkärtli nach dem Bezahlen auf der Theke liegenbleibt, verwundert kaum. Wie viele Gegenstände am ESAF abgegeben wurden und wo man seine Sachen wiederbekommt, wenn das Fest vorbei ist, haben wir vor Ort Christof Brügger vom OK Abteilung Sicherheit gefragt.

Viele Handys und Rucksäcke

Handys, Portemonnaies, Ausweise und Rucksäcke wurden am häufigsten entgegengenommen. In einem abgeschlossenen Stahlschrank werden die wertvollen Dinge sicher aufbewahrt. Wenn jemand das Zelt betritt, um etwas abzuholen, musste aber erst einiges geprüft werden. «Wir registrieren alle Gegenstände und verwahren sie. Wenn jemand etwas Verlorenes abholen will, wird dies erst übergeben, wenn es dieser Person auch eindeutig zugeordnet werden kann», erklärt Brügger.

«Die Sachen haben oft auch einen gewissen Wert und die Besitzer haben häufig eine emotionale Bindung zu den Dingen», erzählt Brügger weiter. «Eine Dame war so glücklich, dass sie ihr Handy wiederbekommen hatte, dass sie den Zivilschutzangehörigen, die das Fundbüro betreiben, ein Fleischplättli geschenkt hat.»

Was tun, wenn das ESAF vorbei ist?

Insgesamt seien etwa 300 Gegenstände abgegeben worden, so der Ressortleiter OK Sicherheit. Davon wurden bisher erst rund 40 abgeholt. Ganze 260 verlorene Sachen warten also noch immer darauf, von ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin abgeholt zu werden.

Doch was passiert damit, wenn das grosse Fest in Pratteln vorbei ist? «Bis am Montag um etwa 8 Uhr kann man sich noch direkt beim ESAF-Fundbüro melden», so Brügger. Danach würden die Fundsachen verpackt und dem Fundbüro des Kanton Baselland übergeben. Dort werde man zur Stelle weitergeleitet, die für die Gegenstände zuständig ist.

Das eigens fürs ESAF errichtete Fundbüro, welches vom OK konzipiert und vom Zivilschutz autonom organisiert wurde, war übrigens mehr als das. Auch ein Gepäckdepot mit rund 1500 Gepäckstücken fand dort seinen Platz.

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